Thema: Meldungen

20. August 2020

Zwei Bundesstützpunkte Parasport in Hannover anerkannt

Von Düsseldorf bis Cottbus: Der Deutsche Behindertensportverband und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat erkennen elf weitere Bundesstützpunkte Para Sport an

Elf weitere Bundesstützpunkte Para Sport: Deutschlands Athletinnen und Athleten mit Behinderung profitieren ab 2021 von professionelleren Strukturen. Nach dem Standort Para Ski nordisch in Freiburg im Jahr 2019 wurden nun elf weitere Stützpunkte in Sommersportarten durch den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) anerkannt – darunter jeweils zwei in den Sportarten Para Leichtathletik, Para Schwimmen und Rollstuhlbasketball.
 
„Die Anerkennung erfolgte auf Grundlage des Stützpunktkonzeptes Para Sport, das klare und transparente Kriterien beinhaltet“, erklärt DBS-Sportdirektor Frank-Thomas Hartleb und ergänzt: „Die anerkannten Standorte haben sich im vergangenen paralympischen Zyklus gut entwickelt. Sowohl die Infrastruktur als auch das Personal und die Athletenkonzentration vor Ort tragen maßgeblich zur effizienten Entwicklung der Sportarten bei. Die Sportlerinnen und Sportler können von diesen professionellen Strukturen nur profitieren.“
 
Die Standorte, die in den vergangenen Jahren noch als Paralympische Trainingsstützpunkte geführt wurden, erhalten nun das gleiche Prädikat und die gleiche Förderung wie die Bundesstützpunkte im olympischen Sport. „Die Anerkennung von Bundesstützpunkten Para Sport, vor allem auch die Vielzahl, ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten Gleichstellung des olympischen und paralympischen Leistungssports“, betont DBS-Vizepräsident Dr. Karl Quade. Ab 2021 profitieren die Standorte insbesondere von der Sportstättenförderung und der Förderung des Leistungssportpersonals durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Für den Para Sport in Deutschland ist es ein weiterer wichtiger Schritt zur Professionalisierung.
 
Als Bundesstützpunkte Para Sport werden folgende Standorte geführt:

  • Para Ski Nordisch Freiburg
  • Para Schwimmen Potsdam
  • Para Schwimmen Berlin
  • Para Leichtathletik Cottbus
  • Para Leichtathletik Leverkusen
  • Para Tischtennis Düsseldorf
  • Para Radsport Cottbus
  • Para Badminton Hannover
  • Sitzvolleyball Leverkusen
  • Rollstuhlbasketball Hannover
  • Rollstuhlbasketball Wetzlar
  • Goalball Rostock

Mehr Informationen zu den Athletinnen und Athleten des Team Deutschland Paralympics finden sie unter  www.teamdeutschland-paralympics.de

2. Juli 2020

Trauer um Katrin Simper (geb. Beinroth)

Mit tiefer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod einer unserer ehemaligen Spitzensportlerinnen des Sportinternates und Olympiastützpunktes Niedersachsen vernommen. Die Judo-Europameisterin von 2003, Katrin Simper, geb. Beinroth, ist am 23.6.2020 viel zu früh verstorben! Katrin hinterlässt neben ihrem Mann eine 8-jährige Tochter.

Katrin zog 1998 mit der Eröffnung in das Sportinternat am OSP Niedersachsen ein und besuchte die Humboldtschule. Nach zwei Jahren im Internat zog sie in die damalige Sportler-WG des OSP in der Grotefendstraße und machte ein Jahr später ihr Abitur.
Sie war schon als Schülerin im Internat eine der Athletinnen, die Verantwortung übernommen hat. Auch später in der Sportler-WG hatte ihr Wort Gewicht – und das war gut so.
Als Katrin 2008 in den Vorbereitungsdienst des Landes Niedersachsen für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen in Hannover eingestellt wurde, endete die Betreuung durch den OSP Niedersachsen. Die Zusammenarbeit mit Katrin war geprägt von hohem gegenseitigem Respekt. Ihre Hingabe zum Leistungssport war ansteckend, nie hat sie andere Sportler*innen dabei vergessen.
Ihre größten sportlichen Erfolge waren der Europaemeister-Titel bei der EM 2003, sowie zwei dritte Plätze bei der EM 2004 und 2005.

Der OSP Niedersachsen und das Sportinternat nehmen Abschied von einem großartigen Menschen. Katrin, du wirst uns fehlen, aber dein Wirken noch vielen Menschen als Vorbild dienen.