28. August 2018

Goldmedaille für Thordsen

Jakob Thordsen (Hannoverscher Kanu-Club) hat bei der Kanu-WM den Weltmeistertitel im Kajak-Vierer über 1000 Meter gewonnen.
Der 18-Jährige (Hannoverscher Kanu-Club) hat bei der Kanu-WM mit Jacob Schopf, Tamasz Gesko und Lukas Reuschenbach den Weltmeistertitel im Kajak-Vierer über 1000 Meter gewonnen – als erster Mann aus Hannover.
Zuvor hatten nur Ramona Portwich und Sabrina Hering-Pradler bei internationalen Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen gestanden.

Das deutsche Quartett stürmte mit einem Start-Ziel-Sieg überraschend zum Titel vor dem Boot aus der Slowakei und dem Quartett aus Spanien. „Anders als bei der EM konnten wir diesmal ganz ohne Druck ins Rennen gehen. Wir hatten sehr gut trainiert und wollten diesmal zeigen, dass wir es besser können als bei der EM“, bilanzierte Tamas Gecsö ihren Coup.

„Die Jungs waren komplett aus dem Häuschen“, erzählte der niedersächsische Landestrainer Jan Francik, der den Wettkampf vor Ort verfolgt hatte. „Sie waren nach der Enttäuschung bei der EM zwar mit Wut und Dampf angetreten, aber dieser Triumph war nicht zu erwarten.“

Die Steigerung des Quartetts war fulminant gegenüber den kontinentalen Meisterschaften in Belgrad, da waren sie Sechster geworden. „Im Kanu zählen ja nur Medaillen, vor allem goldene“, sagte Francik. Daher setzte die Crew mit einem Durchschnittsalter von gerade 20,5 Jahren ein kräftiges Ausrufezeichen, auch wenn die Distanz 2016 aus dem olympischen Programm genommen wurde. In Tokio gibt es im Großboot nur Medaillen auf der 500-Meter-Strecke. „Jakob ist eher ein Steher als ein Sprinter, daher werden wir uns im Hinblick auf Tokio auf den Einer und Zweier konzentrieren“, sagte Francik. Viel Zeit zum Feiern bleibt Thordsen allerdings nicht, er startet von Donnerstag an noch bei den deutschen Meisterschaften in Hamburg.

Insgesamt gab es für die deutschen Kanuten sechs WM-Titel, vier davon in den olympischen Bootsklassen. Das reichte erneut zum Spitzenplatz im Medaillenspiegel.

Quelle Text: Deutscher Kanu-Verband, Hannoversche Allgemeine Zeitung
Bild: Deutscher Kanu-Verband