26. Februar 2018

Ergebnisse des letzten Tages

In einem hochspannenden Endspiel um Eishockey-Gold hat die deutsche Mannschaft Silber gewonnen. Sie unterlag dem Team Olympische Athleten aus Russland in der Verlängerung 3:4. Zum „Wunder von PyeongChang“ fehlten nur 55,5 Sekunden, die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beendete ihr Olympia-Märchen in Südkorea mit Silber. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm unterlag im Finale der Winterspiele dem Rekordweltmeister Russland unglücklich mit 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) nach Verlängerung und verpasste die größte Sensation in der Eishockey-Geschichte denkbar knapp. 

Das Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Der Ausgleichstreffer für die Russen zum 3:3 durch Nikita Gussew war erst 55,5 Sekunden vor Ende des dritten Drittels gefallen – die Sbornaja hatte da bereits den Torhüter vom Eis genommen, um nach einer Strafzeit wenigstens Fünf gegen Fünf spielen zu können. 3:16 Minuten vor Spielende war Deutschland durch Jonas Müller erstmals in Führung gegangen (57.). In der Verlängerung traf Kirill Kaprisow nach 9:41 Minuten – als Patrick Reimer auf der Strafbank saß.

Dennoch fliegt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als Gewinner nach Hause. Mit Silber im Gangneung Hockey Centre nach den sensationellen Siegen über Weltmeister Schweden und Rekord-Olympiasieger Kanada übertraf die Mannschaft um Kapitän Marcel Goc die bislang besten Olympia-Ergebnisse: 1932 und 1976 hatte Deutschland jeweils Bronze gewonnen.

Russland mit den Altstars Pawel Dazjuk und Ilja Kowaltschuk, wegen des Staatsdopings vor vier Jahren in Sotschi als Olympische Athleten aus Russland angetreten, holte zum ersten Mal seit 1992 wieder Olympia-Gold. Mit dem neunten Triumph zog die Auswahl mit Kanada gleich. 

Bob-Pilot Francesco Friedrich hat nach Gold im Zweier bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang auch im großen Schlitten triumphiert. Nico Walther holte im Vierer Silber.

Nach Gold für Friedrich im Zweier zeigte der Vierer sein ganzes Können. Schnell am Start, gefühlvoll in der Bahn – nach vier Läufen lag der 27 Jahre alte Weltmeister  deutlich vor Teamkollege Nico Walther mit dessen Team Alexander Rödiger, Eric Franke und Kevin Kuske sowie dem Südkoreaner Won Yun Jong (beide +0,53), die zeitgleich Silber gewannen.

Der WM-Dritte Walther rundete damit den bemerkenswert starken Auftritt der deutschen Piloten im Alpensia Sliding Centre ab. Im letzten Lauf machte er noch einen Rückstand von 0,07 Sekunden auf Lokalmatador Won wett. „Das ist super. Wir haben souverän die Medaille runtergefahren. Ich bin überglücklich“, sagte Walther.

Vier Jahre nach der Enttäuschung von Sotschi, als das erfolgsverwöhnte deutsche Team erstmals seit 50 Jahren ohne olympische Medaille geblieben war, gehören die deutschen Piloten wieder zur Spitze ihres Sports. Auch weil Mariama Jamanka bei den Frauen sensationell zum Olympiasieg gerast war. 

Friedrich, der im Zweier zeitgleich mit dem Kanadier Justin Kripps gewonnen hatte, ist damit der erste Pilot seit Andre Lange 2006 und der erst sechste überhaupt, der bei einer Olympia-Ausgabe Gold im kleinen Schlitten und in der Königsdisziplin gewann. Zudem ist Friedrich der jüngste Pilot seit Wolfgang Hoppe 1984, der im großen Schlitten Gold geholt hat.

Quelle: DOSB