8. August 2016

Andreas Toba nach Verletzung nicht mit im Mannschafts-Finale

Die deutschen Turner haben sich bei den Olympischen Spielen in einem dramatischen Qualifikationswettkampf am Samstag mit 261,518 Punkten den Einzug in das Teamfinale auf Rang 8 erkämpft. Überschattet wurde der Auftritt der Deutschen von einer schweren Knieverletzung Andreas Tobas, die er sich am Boden zuzog.
Bei seiner Doppel-Schraube während der ersten Akrobatik-Bahn verdrehte er sich bei der Landung das rechte Knie. Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb der 25-Jährige liegen und konnte nicht mehr weitermachen. Es war das vermeintliche Wettkampf-Aus für den Deutschen Mehrkampfmeister und ein herber Verlust für das Team des DTB. Eine erste Diagnose des Mannschaftsarztes Dr. Hans-Peter Boschert hieß „Kreuzbandriss“.
Trotz eines erlittenen Kreuzbandrisses kehrte der Niedersachse in die Halle zurück und turnte für das Team deutschen Bestwert am Pauschenpferd und sorgte somit für die entscheidenden Punkte für das Teamfinale.

Nach der am späten Samstagabend durchgeführten MRT-Untersuchung stellte sich heraus, dass Andreas Toba sich eine komplexe Knieverletzung mit unter anderem einem Riss des vorderen Kreuzbandes und einer Verletzung des Innenmeniskus zugezogen hat. Eine Teilnahme von Andreas im Mehrkampffinale ist damit nicht zu verantworten. Er soll nach Deutschland zurückreisen, sobald er schmerzfrei ist. Eine Operation soll nach DTB-Angaben „so bald wie möglich“ erfolgen.

Quelle: DTB