Thema: Wettkampf

23. Oktober 2017

WM-Gold für Giovanna Scoccimarro

Für fünf Tag war Kroatiens Hauptstadt Zagreb Gastgeberin für die 600 besten Junioren aus 87 Nationen die in der Dom Spotova um die Weltmeistertitel kämpften.

Der erste und zweite Tag der U21-WM lief ohne deutsche Beteiligung bei den Finalkämpfen ab. Das beste Ergebnis konnte Pauline Starke (-57 kg) erzielen. Die Sportlerin vom Judo-Team Hannover erreichte den siebten Platz.

Starke begann das Turnier mit zwei Siegen gegen die Portugiesin Gomes und die Italienerin Fusco. Im Poolfinale wartete die spätere Weltmeisterin Funakubo. Die Japanerin erwies sich als eine schwere Aufgabe. Funakubo konnte die Deutsche schließlich vorzeitig besiegen. In der Hoffnungsrunde lieferte sich Starke einen engen Kampf mit Libeer aus Belgien. Erst nach mehr als sieben Minuten Kampfzeit konnte eine Entscheidung gefällt werden. Pauline Starke verpasste aufgrund einer Disqualifikation haarscharf den Kampf um die Bronzemedaille. Es bleibt ein siebter Platz für sie.

Giovanna Scoccimarro avancierte am dritten Wettkampftag zum Goldmädel. Fünf Kämpfe und fünf Waza-Ari resultierten in einem mehr als verdienten Titel. Es ist zugleich der erste Titel für die Niedersächsin. In der Vorrunde setzte sie sich gegen die Konkurrenz aus der Ukraine, Ungarn und Österreich durch. Im Halbfinale zog die Belgierin Williams gegenüber Scoccimarro den Kürzeren. Den Finalkampf bestritt sie gegen Sarnardzic, die an diesem Tag keine Chance gegen die stark auftrumpfende Scoccimarro hatte.

Tim Gramkow, der als Europameister zu den Favoriten zählte, wurde den auf ihm lastenden Erwartungen gerecht. Nach drei Siegen stand er im Halbfinale, wo er allerdings gegen den Russen Tepkaev verlor. Im Kampf um Platz 3 setzte er gegen sich den Kirgisen Sherov durch und gewann seine erste Medaille auf globaler Ebene.

Der letzte Tag ging mit einer Bronzemedaille für Giovanna Scoccimarro  und Pauline Starke im Mixed-Team Event für das Team Deutschland zu Ende. Das erstmals nach Vorbild der geplanten Mannschaftswettkämpfe für Tokio 2020 gestaltete Turnier konnten die Deutschen nach großen Erfolgen im Einzelbereich gut gestalten und verloren nur gegen die Nachbarn aus den Niederlanden.

Quelle: Judobund
Foto: IJF

7. August 2017

Nur eine Europäerin schneller als Ruth Sophia Spelmeyer

Auch im WM-Halbfinale bewies Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg), wie schon bei Olympia in Rio de Janeiro (Brasilien), dass sie ihre Leistung auf den Punkt bringen kann. Vom schnellen Angang der Konkurrenz ließ sich die Deutsche Meisterin nicht aus dem Konzept bringen und zog ihr Rennen durch. Als Fünfte kämpfte sie sich in 51,77 Sekunden ins Ziel und lag damit nur fünf Hundertstel über ihrer Saisonbestleistung. Unterm Strich Rang 14 in der Welt. Auftrieb in Richtung der Heim EM im nächsten Jahr in Berlin gibt der europäische Vergleich, in dem nur die Lettin Gunta Latiševa-Čudare (51,57 sec) schneller war. Zum Finaleinzug fehlte rund eine Sekunde. Das Rennen gewann Phyllis Francis (USA; 50,37 sec).

Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg):
Es war kein überragendes Rennen, es war solide. Ich bin zufrieden, dass ich es nacheinander schaffe, 51er-Zeiten zu laufen. Es ist nicht das, was ich im Training gezeigt habe. Ich habe mehr drauf. Aber das dauert manchmal ein wenig, bis man die Trainingsleistungen auf die Bahn bringt. Die Bedingungen waren gut, ich hatte auch das Gefühl, dass ich besser und gleichmäßiger durchgekommen bin als im Vorlauf. Die Kulisse ist Wahnsinn. Ich hatte ja auch das Glück, eine Britin in meinem Lauf zu haben. In Rio ist die Achte auch mit einer Zeit um 50,75 ins Finale gekommen. Ich traue mir eine 50er-Zeit zu. Mein Training ist darauf ausgerichtet. Dieses Jahr bin ich noch nicht rangekommen, das heißt aber nicht, dass ich es nächstes Jahr nicht schaffe. Ein WM-Finalplatz ist ein hochgestecktes Ziel, aber aus meiner Sicht nicht unerreichbar. Ich gehe als zweitbeste Europäerin hier raus. Das Finale in Berlin bei der EM zu erreichen, ist eine große Motivation für mich. Ich kann es kaum erwarten, dass die Vorbereitung beginnt.

Quelle: Leichtathletik.de

31. Juli 2017

Jakob Thordsen ist Junioren-Weltmeister

Bei den U23- und Junioren-Weltmeisterschaften in Pitesti/Rumänien war der DKV-Nachwuchs auf breiter Front in den Finals vertreten. Mit einem Semifinalsieg zogen Jakob Thordsen (Hannoverscher Kanu-Club) und Jakob Kurschat (WSV Dresden) im K2 der Herren Junioren über 1000m in den A-Endlauf ein. Dort sicherten sich beide überlegen mit fast zweieinhalb Sekunden Vorsprung WM-Gold vor den Booten aus Ungarn und aus Tschechien. Jakob Kurschat meinte zu ihrem Erfolg: „Es war heute sehr windig, aber das waren unsere Bedingungen. Es ist unglaublich, ich kann gar nicht ausdrücken, was dieser Sieg für uns bedeutet.“
Sehr zufrieden zeigte sich Landestrainer Jan Francik mit den Leistungen seines Schützlings Jakob Thordsen: Ein klasse Erfolg. Das war praktisch A-Niveau, was die Jungs gepaddelt sind.“

Quelle: DKV

31. Juli 2017

Gold für Giovanna Scoccimarro bei U21-EC

Am ersten Tag des Heim-Europacups der U21 in Berlin gingen die deutschen Teilnehmer leer aus. Ein starkes Teilnehmerfeld aus 37 Nationen erwartete die hiesigen Teilnehmer am Sportforum Berlin-Hohenschönhausen. Einzig die Hannoveranerin Pauline Starke(Judo Team Hannover) vertrat den Deutschen Judo-Bund (DJB) im Finalblock. Nach ausgeglichenem Kampf schrammte sie knapp an Bronze vorbei und belegte den fünften Platz.
Das Highlight des zweiten Tages war mit Sicherheit das deutsch-deutsche Finale der -70kg-Kategorie. Giovanna Scoccimarro (MTV Vorsfelde) konnte sich gegen die stark auftrumpfende Alina Böhm durchsetzen. Beide konnten sich in ihren Kämpfen sowohl überlegen durchsetzen, als auch zeigen dass sie Arbeitssiege erringen können. Im Finale allerdings hatte die Niedersächsin Scoccimarro die Nase vorn.
Christina Faber kam in der -78kg Klasse bis auf Platz 9.

Quelle: Judobund
Foto: Falk Scherf

28. Juli 2017

Jolyn Beer holt EM-Bronze

Jolyn Beer ist einer der größten Erfolge in ihrer Laufbahn gelungen. Die Hannoveranerin gewann mit dem Sportgewehr bei den Europameisterschaft in Baku (Aserbaidschan) Bronze. „Das ist der krönende Abschluss dieser Saison, in der ich in allen Finals vertreten war.“ Bei erneut windigen Verhältnissen, die von Position zu Position unterschiedlich wirkten, schaffte sie mit 578 Ringen die Qualifikation. Olympiafahrerin Eva Rösken hingegen hatte großes Pech, denn nach 577 Ringen und damit Gleichheit zur Achten verpasste sie das Finale aufgrund der geringeren Anzahl an Innenzehnern und wurde Zehnte.

Quelle: DSB
Foto: DSB – Harald Strier

27. Juli 2017

Josefine Klisch holt Silber im Kugelstoßen

Am dritten Tag der European Youth Olympic Games (EYOF) im ungarischen Györ hat Josefine Klisch für die ersten deutsche Medaille in der Leichtathletik gesorgt: Die Kugelstoßerin von der LG Peiner Land holte Silber.

Zunächst hieß es „Land unter“ am Mittwoch beim EYOF in Györ. Zwei heftige Gewitter suchten die ungarische Stadt heim, sowohl die Laufbahn als auch die umgrenzenden Rasenflächen waren überflutet. Die Leichtathletik-Wettbewerbe wurden unterbrochen.

Kugelstoßerin Josefine Klisch (LG Peiner Land) ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Auf den Punkt die Bestleistung abrufen – eine Aufgabe, die junge Athleten des U17-Jahrgangs 2001 bei den internationalen Meisterschaften testen und lernen sollen. Und der Niedersächsin gelang das: Mit 15,85 Metern stellte sie im Finale auf den Punkt ihre Bestleistung ein. Damit holte sie Silber hinter der Niederländerin Daleen Alida Van (16,23 m) und vor der Weißrussin Karyna Yehinian (15,77 m).

Quelle: Leichtathletik.de

25. Juli 2017

Fünfter Platz für Laila Göbel beim EYOF

Am ersten Tag des European Olympic Youth Festival im ungarischen Györ konnte sich Laila Göbel (Judo Team Hannover) in der Kategorie bis 44 Kilogramm Platz 5 erkämpfen. Nachdem Laila im ersten Kampf gegen die spätere Siegerin der Gewichtsklasse Amy Platten aus Großbritannien verloren hatte, konnte sie sich in der Trostrunde gegen Ana Sibru (Rumänien) mit drei Wazaari-Wertungen durchsetzen. Der folgende Kampf um Platz drei entschied sich erst in der Verlängerung für ihre Gegnerin Hlafira Bakhur (Weißrussland).

Quelle: Judobund / Ippon.org
Foto: EJU – Gabriel Juan

18. Juli 2017

Hippler und Meissner holen Jugend-EM-Gold

Zum ersten Mal seit 2006 darf eine deutsche Jungenmannschaft den Jugend-Europameistertitel feiern. Damals waren ebenfalls zwei Niedersachsen im Team: Dimitrij Ovtcharov, Ruwen Filus spielten damals zusammen mit Steffen Mengel und Co. Diesmal jubelten Gerrit Engemann, Tobias Hippler, Cedric Meissner und Fanbo Meng. Mit einem überaus souveränen 3:0-Sieg setzten sie sich gegen die Russen durch und holten damit den einzigen Titel und die einzige Medaille für Deutschland in den Teamwettbewerben.

Das Endspiel im Überblick:

Deutschland – Russland
Gerrit Engemann – Denis Ivonin 3:2 (12,-10,7,-11,7)
Tobias Hippler – Artur Abusev 3:0 (4,7,5)
Cedric Meissner – Lev Katsman 3:1 (-8,4,5,5)

Quelle: myTischtennis.de
Foto: Carlos Ferreira

17. Juli 2017

Alexej Mikhailov holt Hammer-Bronze im Zentimeter-Krimi

Alexej Mikhailov hatte im Zentimeter-Krimi das Glück auf seiner Seite. Der Hammerwerfer gewann bei den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) mit 70,60 Metern Bronze. Er lag nur einen Zentimeter vor dem Viertplatzierten.

Alexej Mikhailov (Hannover 96) war gar nicht mehr zu halten. Mit der deutschen Fahne über den Schultern setzte er zur wohl schnellsten Ehrenrunde eines Hammerwerfers aller Zeiten an und feierte wie entfesselt seine Bronzemedaille. Als er die Kugelstoßanlage passierte, klatschte er sich noch mit Simon Bayer (VfL Sindelfingen) ab, der kurz zuvor mit Bestleistung von 19,30 Metern Fünfter geworden war. „Ich bin richtig happy und danke meinem Vater und Trainer sowie dem ganzen ärztlichen Team“, jubelte der Sportsoldat ausgelassen.

Es schien so, als wäre Alexej Mikhailov eine Tonnenlast von den breiten Schultern gefallen. Schließlich entwickelte sich das Finale zu einer Nervenschlacht. Die ganz großen Weiten blieben aus, sodass alle Finalisten bis zum sechsten Versuch die Chance auf den Sieg hatten. Als der Hannoveraner zum finalen Wurf ansetzte, hatte er Bronze schon sicher. Mit 70,60 Metern hatte er einen Zentimeter Vorsprung auf den Briten Taylor Campbell. Zum Abschluss zeigte Alexej Mikhailov den wohl weitesten Wurf der Konkurrenz. Der 7,26-Kilo-Hammer schlug bei etwa 73,50 Metern ein – doch leider rund einen halben Meter außerhalb des Sektors. So gingen Gold und Silber an die Ungarn Bence Halasz (73,30 m) und Bence Pasztor (71,51 m).

„Da haben alle gesehen, was ich drauf habe“, sagte der Hannoveraner. Doch er hatte an diesem Abend in Bydgoszcz nicht Gold verloren, sondern Bronze gewonnen. Das zeigte Alexej Mikhailov auch mit einem breiten Lachen. Zu gern hätte er zwar in den ersten Versuchen gleich eine starke Weite angeboten, doch „da habe ich keinen Wurf richtig getroffen“. Am Ende habe ihm dann die Kraft gefehlt. „Die Qualifikation hat schon Substanz gekostet“, sagte der 21-Jährige. Am Donnerstag hatte die Ausscheidung rund anderthalb Stunden unterbrochen werden müssen, da drei Stangen des Wurfkäfigs umgefallen waren. Im Finale lief dann alles glatt – und förderte die Sprintqualitäten von Alexej Mikhailov auf Ehrenrunden zutage.

Quelle: Leichtathletik