Thema: Top-Meldungen

23. März 2017

Prof. Dr. Ilka Seidel wird neue Leiterin

Neue Leiterin des Olympiastützpunktes (OSP) Niedersachsen in Hannover wird Prof. Dr. Ilka Seidel. Die 46-Jährige Sportwissenschaftlerin wird ihre Tätigkeit am 02. Mai 2017 aufnehmen. „Prof. Dr. Seidel hat sich in einem Assessmentverfahren durchgesetzt. Wir freuen uns, mit ihr eine neue Entwicklungsphase im Olympiastützpunkt einleiten zu können“, sagte der Vorstandsvorsitzende des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen, Reinhard Rawe, für den OSP-Träger. Prof. Dr. Seidel ist derzeit Leiterin des Fachbereiches Kraft-Technik am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig und war davor u.a. Leiterin des Forschungszentrums für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft. Ehrenamtlich war sie u.a. bis 2016 Vizepräsidentin Leistungssport der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft.

45 Frauen und Männer hatten sich auf die Leitungsstelle für den OSP beworben. Das Bewerbungs- und Assessmentverfahren hatte der LSB in enger Abstimmung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Beratungsgesellschaft evolog aus Nordrhein-Westfalen umgesetzt. An den Vorstellungsgesprächen selbst hatten neben Rawe und dem LSB-Betriebsrat der Vorstand Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dirk Schimmelpfennig, und Kai-Olaf Jessen vom Bundesministerium des Innern teilgenommen. „Wir wollten gerade bei dieser Stellenbesetzung im Kontext der Neustrukturierung des deutschen Leistungssports und der Spitzensportförderung von Beginn an einen engen Schulterschluss mit dem DOSB, der für die zentrale Steuerung, die übergreifende Koordinierung und das Qualitätsmanagement aller Olympiastützpunkte zuständig ist, sowie mit dem Bund als Förderer“, sagte Rawe. Er freue sich, dass die Entscheidung für Prof. Dr. Seidel von beiden getragen werde.

 

Prof. Dr. Seidel wird die Nachfolge von Jürgen Bruckert antreten, der im Herbst 2016 mit 65 Jahren in den Ruhestand gegangen war. Der frühere Wasserballer hatte seit 1996 als fünfter OSP-Chef die Betreuungseinrichtung für die niedersächsischen Spitzensportler in Hannover geleitet. Seitdem übt Rawe die Leitung kommissarisch aus.

 

Quelle: LandesSportBund Niedersachsen e.V.

1. August 2016

Fünf DBS-Athleten vertreten Niedersachsen in Rio de Janeiro

Vor wenigen Minuten endete die Pressekonferenz des Deutschen Behindertensport­ver­bandes zur Nominierung der Sportlerinnen und Sportler, die bei den Paralympics in Rio de Janeiro dabei sein werden. Aus Niedersachsen sind es fünf Athletinnen und Athleten, für die es vom 7. bis 18. September in Brasilien um die begehrten Medaillen geht.

Stefan Lösler – Triathlon – GC Nendorf/Team BEB

Vico Merklein – Handbiking – GC Nendorf

Christiane Reppe – Handbiking – GC Nendorf

Torben Schiewe – Sitzvolleyball – MTV Eintracht Celle/Team BEB

Elke Seeliger – Sportschießen – SV Etzhorn/Team BEB

Karl Finke, Präsident des Behinderten-Sportverbands Niedersachsen (BSN): „Eins haben alle fünf gemeinsam: Hinter ihnen liegt eine lange und intensive Vorbereitung. Mit der offiziellen Nominierung herrscht nun endlich Ge­wiss­heit – sie werden Teil des bedeu­tend­sten Wettbewerbs im Behindertensport sein. Wir freuen uns, dass die fünf Sportle­rinnen und Sportler nicht nur die deutschen, sondern auch die niedersächsischen Farben bei den Paralympics vertreten.“

Bevor es aber nach Rio geht, findet vom 12. bis 14. August die Einkleidung der Deut­schen Paralympischen Mannschaft in der Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover statt. An gleicher Stelle wird der BSN die niedersächsischen Athletinnen und Athleten durch Präsident Karl Finke persönlich verabschieden und ihnen einige gute Wünsche mit auf den Weg an den Zuckerhut geben.

 Weitere Informationen zu den Paralympics sind unter http://www.bsn-ev.de/sport/leistungssport/paralympics-rio-2016/ zu finden.

Quelle: BSN
Fotos: Ralf Kuckuck, DBS-Akademie

30. November 2015

Hamburg stimmt gegen Olympiabewerbung 2024

Nach dem ablehnenden Votum in Hamburg mit 48,4 Prozent Ja- zu 51,6 Prozent Nein-Stimmen zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Hamburg und Kiel wird die Bewerbungsgesellschaft ihre Aktivitäten einstellen.
„Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend für uns alle“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann, „aber es ist eine demokratische Entscheidung und ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Die Mehrheit will derzeit offensichtlich keine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Es war immer klar, dass es ohne die mehrheitliche Unterstützung der Hamburgerinnen und Hamburger keine erfolgreiche Bewerbung geben wird. Wir danken den Kielerinnen und Kielern für ihr „Ja“ und bedauern, nicht für sie ins Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 gehen zu können. Unserem Land entgeht damit leider die Chance auf das weltweit größte Fest – eines der letzten großen ´Lagerfeuer` wird nur über den Bildschirm aus anderen Ländern wahrzunehmen sein. Es wäre bedauerlich, wenn die kommende Generation der Athletinnen und Athleten auf Olympische und Paralympische Heimspiele verzichten müsste.“

„Trotz allem hat schon die erste Phase der Bewerbung viel bewegt: Von der Stärkung des Sports, dem Auseinandersetzen der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt der Zukunft bis hin zur verbesserten internationalen Wahrnehmung Hamburgs“, sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper. „Wir haben damit nun ohne den Rückenwind einer Olympiabewerbung Sportdeutschland weiterzuentwickeln“, ergänzte Hörmann. „Das wird sicher deutlich schwieriger, aber wir gehen das dennoch mit großer Entschlossenheit an. Wir werden sowohl die Leistungssportreform umsetzen als auch den Sport für alle weiterentwickeln, und der DOSB wird sein gesellschaftspolitisches Engagement nicht nur fortsetzen, sondern gezielt weiter ausbauen.“

Insgesamt waren rund 1,3 Mio. Hamburgerinnen und Hamburger sowie 198.000 Kielerinnen und Kieler ab 16 Jahren aufgerufen, über die Bewerbung ihrer Städte für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 zu entscheiden. Die Wahlbeteiligung lag in Hamburg bei 50,0 Prozent. In Kiel stimmten 31,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ab. 65,6 Prozent von ihnen hatten mit Ja gestimmt.

Text: LSB Niedersachsen