Thema: Leichtathletik

7. August 2017

Nur eine Europäerin schneller als Ruth Sophia Spelmeyer

Auch im WM-Halbfinale bewies Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg), wie schon bei Olympia in Rio de Janeiro (Brasilien), dass sie ihre Leistung auf den Punkt bringen kann. Vom schnellen Angang der Konkurrenz ließ sich die Deutsche Meisterin nicht aus dem Konzept bringen und zog ihr Rennen durch. Als Fünfte kämpfte sie sich in 51,77 Sekunden ins Ziel und lag damit nur fünf Hundertstel über ihrer Saisonbestleistung. Unterm Strich Rang 14 in der Welt. Auftrieb in Richtung der Heim EM im nächsten Jahr in Berlin gibt der europäische Vergleich, in dem nur die Lettin Gunta Latiševa-Čudare (51,57 sec) schneller war. Zum Finaleinzug fehlte rund eine Sekunde. Das Rennen gewann Phyllis Francis (USA; 50,37 sec).

Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg):
Es war kein überragendes Rennen, es war solide. Ich bin zufrieden, dass ich es nacheinander schaffe, 51er-Zeiten zu laufen. Es ist nicht das, was ich im Training gezeigt habe. Ich habe mehr drauf. Aber das dauert manchmal ein wenig, bis man die Trainingsleistungen auf die Bahn bringt. Die Bedingungen waren gut, ich hatte auch das Gefühl, dass ich besser und gleichmäßiger durchgekommen bin als im Vorlauf. Die Kulisse ist Wahnsinn. Ich hatte ja auch das Glück, eine Britin in meinem Lauf zu haben. In Rio ist die Achte auch mit einer Zeit um 50,75 ins Finale gekommen. Ich traue mir eine 50er-Zeit zu. Mein Training ist darauf ausgerichtet. Dieses Jahr bin ich noch nicht rangekommen, das heißt aber nicht, dass ich es nächstes Jahr nicht schaffe. Ein WM-Finalplatz ist ein hochgestecktes Ziel, aber aus meiner Sicht nicht unerreichbar. Ich gehe als zweitbeste Europäerin hier raus. Das Finale in Berlin bei der EM zu erreichen, ist eine große Motivation für mich. Ich kann es kaum erwarten, dass die Vorbereitung beginnt.

Quelle: Leichtathletik.de

27. Juli 2017

Josefine Klisch holt Silber im Kugelstoßen

Am dritten Tag der European Youth Olympic Games (EYOF) im ungarischen Györ hat Josefine Klisch für die ersten deutsche Medaille in der Leichtathletik gesorgt: Die Kugelstoßerin von der LG Peiner Land holte Silber.

Zunächst hieß es „Land unter“ am Mittwoch beim EYOF in Györ. Zwei heftige Gewitter suchten die ungarische Stadt heim, sowohl die Laufbahn als auch die umgrenzenden Rasenflächen waren überflutet. Die Leichtathletik-Wettbewerbe wurden unterbrochen.

Kugelstoßerin Josefine Klisch (LG Peiner Land) ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Auf den Punkt die Bestleistung abrufen – eine Aufgabe, die junge Athleten des U17-Jahrgangs 2001 bei den internationalen Meisterschaften testen und lernen sollen. Und der Niedersächsin gelang das: Mit 15,85 Metern stellte sie im Finale auf den Punkt ihre Bestleistung ein. Damit holte sie Silber hinter der Niederländerin Daleen Alida Van (16,23 m) und vor der Weißrussin Karyna Yehinian (15,77 m).

Quelle: Leichtathletik.de

25. Juli 2017

Spelmeyer bei WM auf Einzelstrecke

Ruth Sophia Spelmeyer startet nun auch auf der 400m-Einzelstrecke bei der Leichtathletik-WM in London.

Pünktlich zu den „Final Entries“ der Leichtathletik-Weltmeisterschaften (4. bis 13. August) in London hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) sein WM-Team ergänzt.

„Auf der Basis der realisierten DLV-Nominierungsanforderungen werden Susen Küster (TSV Bayer 04 Leverkusen) für den Hammerwurf-Wettbewerb und Christina Hering (LG Stadtwerke München) über 800 Meter für das DLV-Team nachnominiert. Zudem werden die bereits für die 4×100-Meter-Staffel nominierte Tatjana Pinto (LC Paderborn) auch für den 100-Meter-Wettbewerb und die bereits für die 4×400-Meter-Staffel nominierte Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg) auch für den 400-Meter-Einzel-Wettbewerb gemeldet“, teilte der Leitende Direktor Sport des DLV, Idriss Gonschinska, am Montag mit.

Insgesamt umfasst das DLV-Team für die Weltmeisterschaften nach der verletzungsbedingten Absage von Hürdensprinter Gregor Traber (LAV Stadtwerke Tübingen) 72 Athleten und Athletinnen.

Quelle: Leichtathletik.de

17. Juli 2017

Alexej Mikhailov holt Hammer-Bronze im Zentimeter-Krimi

Alexej Mikhailov hatte im Zentimeter-Krimi das Glück auf seiner Seite. Der Hammerwerfer gewann bei den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) mit 70,60 Metern Bronze. Er lag nur einen Zentimeter vor dem Viertplatzierten.

Alexej Mikhailov (Hannover 96) war gar nicht mehr zu halten. Mit der deutschen Fahne über den Schultern setzte er zur wohl schnellsten Ehrenrunde eines Hammerwerfers aller Zeiten an und feierte wie entfesselt seine Bronzemedaille. Als er die Kugelstoßanlage passierte, klatschte er sich noch mit Simon Bayer (VfL Sindelfingen) ab, der kurz zuvor mit Bestleistung von 19,30 Metern Fünfter geworden war. „Ich bin richtig happy und danke meinem Vater und Trainer sowie dem ganzen ärztlichen Team“, jubelte der Sportsoldat ausgelassen.

Es schien so, als wäre Alexej Mikhailov eine Tonnenlast von den breiten Schultern gefallen. Schließlich entwickelte sich das Finale zu einer Nervenschlacht. Die ganz großen Weiten blieben aus, sodass alle Finalisten bis zum sechsten Versuch die Chance auf den Sieg hatten. Als der Hannoveraner zum finalen Wurf ansetzte, hatte er Bronze schon sicher. Mit 70,60 Metern hatte er einen Zentimeter Vorsprung auf den Briten Taylor Campbell. Zum Abschluss zeigte Alexej Mikhailov den wohl weitesten Wurf der Konkurrenz. Der 7,26-Kilo-Hammer schlug bei etwa 73,50 Metern ein – doch leider rund einen halben Meter außerhalb des Sektors. So gingen Gold und Silber an die Ungarn Bence Halasz (73,30 m) und Bence Pasztor (71,51 m).

„Da haben alle gesehen, was ich drauf habe“, sagte der Hannoveraner. Doch er hatte an diesem Abend in Bydgoszcz nicht Gold verloren, sondern Bronze gewonnen. Das zeigte Alexej Mikhailov auch mit einem breiten Lachen. Zu gern hätte er zwar in den ersten Versuchen gleich eine starke Weite angeboten, doch „da habe ich keinen Wurf richtig getroffen“. Am Ende habe ihm dann die Kraft gefehlt. „Die Qualifikation hat schon Substanz gekostet“, sagte der 21-Jährige. Am Donnerstag hatte die Ausscheidung rund anderthalb Stunden unterbrochen werden müssen, da drei Stangen des Wurfkäfigs umgefallen waren. Im Finale lief dann alles glatt – und förderte die Sprintqualitäten von Alexej Mikhailov auf Ehrenrunden zutage.

Quelle: Leichtathletik

26. Juni 2017

DLV-Team mit Rückenwind aus Lille Richtung WM

Die deutsche Mannschaft hat am Wochenende bei der Team-EM in Lille (Frankreich) mit großem Vorsprung den Titel gewonnen. In den 40 Wettbewerben konnten die DLV-Athleten 26 Top Drei-Platzierungen erreichen. Die Bilanz des Leitenden Direkor Sport Idriss Gonschinska fällt sehr positiv aus.

Wir wollten die Team-EM nutzen, um die Mannschaftsbildung auch in Richtung der Weltmeisterschaften in London einzuleiten“, sagte der Leitende Direktor des DLV. „Eine Team-EM ist als Mannschaftswettbewerb ein besonderes Format, das die Athleten noch dichter zusammenbringt.“

Die finalen Mannschaftsplatzierungen entsprachen den Prognosen. „Wir wollten uns als Team teuer verkaufen und den Titel möglichst mit nach Deutschland bringen.“ Eine beeindruckende Zahl ist das Erreichen von 26 Top Drei-Platzierungen in 40 Wettbewerben.

„Aus dem Titel-Gewinn in Lille und den Weltklasse-Leistungen in Ratingen können wir Selbstbewusstsein für die anstehenden Aufgaben wie die DM in Erfurt, die U23-EM in Bydgoszcz und die WM in London ziehen“, meinte Idriss Gonschinska.

Mit im DLV-Gold-Team starteten Ruth-Sophia Spelmeyer (VfL OLdenburg), Eike Onnen (Hannover 96) und Sven Knipphals (VfL Wolfsburg). Mit zwei dritten Plätzen steuerten Ruth, in der 4x400m Staffel der Frauen in 3:28,47min, und Eike im Hochsprung der Männer mit 2,22m jeweils 9 Punkte für das Team bei. Sven wurde durch seine Leistungssteigerung in Regensburg als Ersatzläufer in die 4x 100m Staffel der Männer berufen, die den zweiten Platz belegte.

Quelle: Leichtathletik

5. Juni 2017

Neele Koopmann gelingt nächster Rekord-Wurf

Beim Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach hat Neele Koopmann am Montag ihre eigene DLV-Bestleistung der Altersklasse U18 gesteigert. Die 16-Jährige schleuderte den Drei-Kilo-Hammer auf 68,29 Meter.

Sie hat den Dreh in diesem Sommer raus. Schon bei den Halleschen Werfertagen hatte Neele Koopmann (SV Gartow) die 20 Jahre alte DLV-Bestleistung der Altersklasse U18 mit dem Drei-Kilo-Hammer auf 68,16 Meter gesteigert. Bis dahin war Bianca Achilles (67,80 m) die Rekordhalterin. In Fränkisch-Crumbach bestätigte die 16-Jährige ihr neues Niveau mit einem Wurf auf 68,29 Meter.

Vorher hatte sie mit 67,73 Metern eine weitere starke Weite erzielt. Das große Ziel in diesem Sommer ist es, diese Leistung bei den U18-Weltmeisterschaften in Nairobi (Kenia, 12. bis 16. Juli) erneut abzurufen.

Quelle: Leichtathletik

29. Mai 2017

Alexei Mikhailov wirft in Leverkusen Hausrekord

Beim Bayer-Hammerwurf-Meeting in Leverkusen holten am Samstag Asienmeisterin Liu Tingting (China) und Kibwe Johnson (USA) die Siege.
Der deutsche U20-Rekordler Alexei Mikhailov (Hannover 96) erkämpfte sich als Gesamt-Zweiter den Titel des Deutschen Hochschulmeisters. Seinen Hausrekord steigerte der 21-Jährige auf 72,59 Meter und bestätigte die Normen für U23-EM und Universiade. „Ich bin zufrieden, obwohl es technisch wieder nicht ganz gestimmt hat. Da ist noch viel Potenzial. Mal sehen, was bei den nächsten Wettkämpfen und vor allem bei den Deutschen Meisterschaften geht“, sagte Alexei Mikhailov.

Quelle: Leichtathletik.de

24. April 2017

Erfolgreiche DLV-Staffeln bei den World Relays

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat mit sechs Staffeln an den IAAF World Relays in Nassau (22./23. April) teilgenommen. Nominiert wurden sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die aktuell besten deutschen Sprinter für die Entscheidungen über 4×100 Meter, 4×200 Meter und 4×400 Meter, darunter die 4×100-Meter-Staffel der DLV-Sprinterinnen, die bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) Platz vier belegt hatte.

Nach der Silbermedaille über 4×200 Meter der Frauen am Samstag ließ am Sonntag die deutsche Frauen-Sprintstaffel auf den Bahamas Gold über 4×100 Meter folgen.

(Noch) nicht die erhofften Resultate gab es für die deutschen Langsprinter. Die 4×400 Meter Staffel der Frauen mit Laura Müller (LC Rehlingen), Laura Gläsner (VfL Eintracht Hannover), Lara Hoffmann (LT DSHS Köln) und Ruth Sophia Spelmeyer (VfL Oldenburg) kam im dritten Vorlauf in 3:33,34 Minuten als Vierte ins Ziel. Doch das Quartett wurde nachträglich mit Verweis auf Regel 170.11 und eine im Vergleich zur Meldung abweichende Start-Reihenfolge disqualifiziert. Ärgerlich – denn die vier Athletinnen hatten die achtschnellste Zeit der Vorläufe erzielt und hätten damit das Finale sowie die direkte WM-Qualifikation in der Tasche gehabt.

Im B-Finale über 4×400 Meter hatte die deutsche Staffel der Männer mit Alexander Juretzko (VfL Eintracht Hannover), Johannes Trefz (LG Stadtwerke München), Fabian Dammermann (LG Osnabrück) und Thomas Schneider (TSV Bayer 04 Leverkusen) noch einmal Gelegenheit, auf großer Bühne weitere internationale Erfahrungen zu sammeln. Eine Steigerung der Vorlauf-Zeit (3:07,80 min) gelang aber nicht. Das Quartett belegte in 3:09,53 Minuten Platz sechs.

 

Quelle: Leichtathletik.de

20. Juli 2016

U20-WM in Bydgoszcz

Im polnischen Bydgoszcz steigen vom 19. bis zum 24. Juli die U20-Weltmeisterschaften des Leichtathletik-Weltverbands IAAF. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat für die 16. Auflage der internationalen Titelkämpfe 65 Talente nominiert. 

Mit dabei sind in der 4×400 m-Staffel Fabian Dammermann von der LG Osnabrück, der diesjährige Deutsche Jugendhallenmeister  über 400m, sowie über 3.000 m Hindernis Jannik Seelhöfer vom SC Melle 03. Für beide stehen am Donnerstag die Vorläufe an.

Quelle: leichtathletik.de