Thema: Kunstturnen

8. August 2017

Strukturgespräch Turnen

In dieser Woche fand das Strukturgespräch Leistungssport des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen für Gerätturnen und Trampolinturnen statt. Es ist Teil des LSB-Leistungssportkonzeptes 2020. In diesem Jahr werden 16 Gespräche mit Vertretern der jeweiligen Landesfachverbände und ihren Spitzenverbänden sowie dem Olympiastützpunkt Niedersachsen geführt.

Im Bild v.l.: Manfred Kehm (Teamleiter Spitzen- und Leistungssport LandesSportBund Niedersachsen), Carsten Klinge (Standortmanager-Spitzensport Niedersächsischer Turner-Bund), Wolfgang Willam (Sportdirektor Deutscher Turner-Bund), Prof. Dr. Ilka Seidel (LSB-Abteilungsleiterin und Leiterin des Olympiastützpunktes Niedersachsen), Marcus Trienen (Geschäftsführer Niedersächsischer Turner-Bund), Carsten Röhrbein (Vizepräsident Leistungssport Niedersächsischer Turner-Bund), Wolfgang Heibei (Referent Leistungssport LandesSportBund Niedersachsen)

Quelle: LSB

18. November 2016

Publikums-Bambi an Olympiahelden Andreas Toba

Hochemotional und für den Kunstturner Andreas Toba völlig überraschend verlief am Donnerstagabend in Berlin die Vergabe des Publikums-Bambis: Der Kunstturner vom TK Hannover hatte das olympische Sportpublikum mit seiner Willensleistung in der Olympiaqualifikation von Rio derart beeindruckt, als er trotz eines eben zuvor am Boden zugezogenen Kreuzbandrisses ans Pauschenpferd trat und unter Schmerzen seiner Mannschaft die beste Übung des Teams vorlegte, unter dem Motto: “ … hey, Jungs, nicht aufgeben! Kämpfen!“ Und tatsächlich motivierte das das ganze Männer-Turn-Team Deutschland, das danach den Einzug ins olympische Mannschaftsfinale schaffte!
Einmal mehr wurde damit der Beweis angetreten, welche Gefühle und Emotionen durch den Sport ausgelöst werden, welche Charaktereigenschaften ihm innewohnen und, dass es keineswegs allein das Streben nach der Topleistung oder der Medaillenrausch sind, die die Werte des Sports ausmachen.
 
Weitere Bambis aus dem Sportbereich gingen an Tennis-Star Angelique Kerber (Kategorie Sport), Ex-DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger (Ehrenpreis der Jury) und an Fußball-Bundestrainer Joachim Löw (Integration).
Der völlig überraschte Andreas Toba brach in seinen Dankesworten auch eine Lanze für seine „wunderschöne Sportart Turnen“ und verwies auf den Mangel an adäquater medialer Darstellung und Beachtung in deutschen Sportsendungen.

Quelle: Gymmedia

11. Juli 2016

Toba für Olympia nominiert

Ebenso wie bei den deutschen Meisterschaften vor 2 Wochen in Hamburg gewann Andreas Toba vom TK Hannover auch den Mehrkampf  bei der 2. Olympia-Qualifikation am 9. Juli in Frankfurt am Main.

Erneut zeigte der 25-jährigen Hannoveraner einen fehlerfreien Wettkampf und siegte mit 88,075 Punkten klar vor Marcel Nguyen aus Unterhaching (86,75), Andreas Bretschneider aus Chemnitz (86,00) und Lukas Dauser (Unterhaching; 85,90).

„Ich war bei diesem Wettkampf noch um einiges aufgeregter als in Hamburg“. Denn schließlich ging es um sein persönliches Ticket für Rio. „Ich denke, dass es für einen Platz im Team gereicht hat“, so Toba nach dem Wettkampf am Samstagnachmittag.

Offiziell bestätigt wurde Tobas Einschätzung dann bei der Pressekonferenz des DTB am Sonntagmittag als er offiziell nominiert wurde. Ebenso im Turn-Team Deutschland stehen Nguyen, Bretschneider und Dauser sowie Fabian Hambüchen, dem im letzten Moment noch der Sprung ins Nationalteam gelang.

Nachdem Hambüchen nach einer langwierigen Schulterverletzung bei den Deutschen Meisterschaften vor 14 Tagen noch nicht überzeugen konnte, brillierte er in Frankfurt mit einer Weltklasse-Reckübung, mit der er in Rio durchaus die Chance hätte, seine dritte Olympische Medaille am Reck zu erringen. Das sah auch Cheftrainer Andreas Hirsch so und nominierte ihn daher, obwohl  er nur an drei der sechs Geräte antrat. 16,0 Punkte (D-Note 7,3) erhielt der inzwischen 28-jährige und erfüllte sich damit seinen Traum von der vierten Olympiateilnahme.

Als Ersatzmann wird Philipp Herder (SC Berlin) mit nach Brasilien reisen. „Mit diesem Team haben wir bei Olympia sowohl Finalchancen an den einzelnen Geräten als auch im Mehrkampf und mit dem Team. Ich bin davon überzeugt, dass die Jungs einen starken Wettkampf in Rio abliefern werden“ zeigt sich Andreas Hirsch zuversichtlich für die bevorstehenden Olympischen Spiele.

Quelle: NTB
Foto: NTB

27. Juni 2016

Andreas Toba zweifacher deutscher Meister

Bei den deutschen Meisterschaften der Turner hat sich Andreas Toba vom TK Hannover endlich seinen Traum vom Meistertitel erfüllt – und das gleich zweifach. Nach drei Vizemeisterschaften in den vergangenen drei Jahren hat er in der Sporthalle Hamburg am vergangenen Samstag den für die Turner wichtigsten Titel, den Mehrkampf, gewonnen.

Mit einer erhobenen Siegerfaust und einem breiten Lächeln steigt Andreas Toba (TK Hannover) auf das Siegerpodium und nimmt die Goldmedaille entgegen. Der 25-Jährige gewinnt erstmalig einen Mehrkampf.

Am Sonntag konnte der Hannoveraner dann noch den Titel an den Ringen hinzufügen, den er sich mit dem Mehrkampfzweiten Nguyen teilte.

Ob er in Rio dabei sein wird, entscheidet sich bei der zweiten Olympia-Qualifikation am 9. Juli in Frankfurt am Main.

(Quelle: Text – NTB Jörg Niebuhr, Foto – NTB Finja Säfken)

18. April 2016

Turner machen Olympia klar

Mit einem starken Wettkampf beim olympischen Testevent in Rio de Janeiro haben sich die deutschen Turner die Teilnahme an den Olympischen Spielen gesichert. Die Riege von Cheftrainer Andreas Hirsch kam am Samstag (16.04.16) auf tolle 350,609 Punkte und gewann damit sogar den Teamwettbewerb. Auf Platz zwei folgte die Ukraine und auf Platz drei die Niederlanden.

„Die Männermannschaft hat sich nach dem Dämpfer bei der WM in Glasgow wieder auf ihre alten Tugenden besonnen. Mit einer konzentrierten und stabilen Mannschaftsleistung haben sie die Konkurrenz souverän beherrscht und sich die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen mit einer emotionalen Teamstimmung erkämpft. Top Einzelleistungen von Lukas Dauser und Marcel Nguyen am Barren und Andreas Bretschneider am Reck lassen uns positiv im Hinblick auf Finalchancen bei den Olympischen Spielen in die Vorbereitung auf das Großereignis gehen“, erklärte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. 

Das Team mit Andreas Bretschneider, Lukas Dauser, Philipp Herder, Marcel Nguyen, Ivan Rittschik und Andreas Toba hatte einen gelungener Auftakt am Boden: Herder, Rittschik, Toba und Nguyen zeigten gute und sichere Übungen am Startgerät. Sie sorgten für eine Mannschaftsleistung von 57,965 Punkten. Lediglich Andreas Bretschneider hatte etwas Pech und stürzte bei der zweiten Akrobatik-Bahn beim Doppelsalto vorwärts.
 
Dann kann das ominöse Pauschenpferd, das bei der WM in Glasgow noch der Knackpunkt für das DTB-Team im negativen Sinne gewesen war. Diesmal lief es jedoch völlig anders – sprich besser. Einen sehr guten Durchgang lieferten die deutschen Männer an den Pauschen ab. Sie kamen ohne Absteiger durch das Programm und sicherten 57,565 Punkte für das Teamkonto. Bester Deutscher an diesem Gerät war der Chemnitzer Ivan Rittschik, der mit 14.966 Zählern seine Nominierung für das Testevent voll und ganz rechtfertigte.
 
Die Ringe verliefen ebenfalls nach Plan mit summiert 58,266 Punkten. Zwar musste Herder beim Abgang einen großen Schritt machen und Lukas Dauser zeigte „nur“ einen C-Abgang. Aber insgesamt war dennoch eine starke Teamleistung der Deutschen zu beobachten, die zur Halbzeit des Wettkampfes voll im Plan waren. Am Sprung ging wie es bisher weiter, vier gute Sprünge von Bretschneider; Dauser, Toba und Nguyen brachten 59,132 Zähler in die Teamwertung. Mit 15,166 Punkten konnte am Sprungtisch Andreas Toba den deutschen Bestwert setzen.
 
Ganz stark die Deutschen dann am Baren: Über 60,732 Punkte erzielte die DTB-Riege zwischen den Holmen. Drei 15er Wertungen durch Nguyen, Bretschneider und Dauser gelangen, wobei die 15,566 Punkte durch Lukas Dauser den deutschen Bestwert markierten.
 
Am Schlussgerät Reck hielt das Team die Konzentration dann weiter hoch und turnte den Wettkampf dann sicher nach Hause. Lediglich Marcel Nguyen musste einmal absteigen. Ein Patzer, der verschmerzbar war, denn es blieben immer noch vier souveräne Übungen in der Wertung, so dass am Ende starke 350,609 Punkte für die Spiele in Rio zu Buche standen.

Quelle: DTB
Foto:

21. September 2015

Toba Deutscher Vizemeister

Bei den Deutschen Meisterschaften am 19. September wurde Andreas Toba vom TK Hannover wieder einmal Vizemeister im Mehrkampf. In einem spannenden Wettkampf musste er sich am Ende lediglich Fabian Hambüchen deutlich geschlagen geben, der in der Sporthalle Ost in Gießen seinen 9. Mehrkampftitel errang.

An den ersten drei Geräten zeigte Toba gute Leistungen (Ringe 14,60 Punkte; Sprung, 14,20 und Barren 14,40). Aber Hambüchen war überall noch ein kleines bisschen besser (Ringe 14,70 Punkte; Sprung, 14,45 und Barren 15,05). Spannend wurde es dann aber am vierten Gerät, dem Reck. Fast jeder hatte erwartet, dass Hambüchen nun mit einer Weltklasseleistung seinen Vorsprung ausbauen würde. Aber es kam ganz anders. Während Hambüchen beim Tkatchev gestreckt die Stange verfehlte behielt Toba die Nerven und turnte eine super Übung (15,05 Punkte). Nur noch 0,5 Punkte trennten danach den Hannoveraner Top-Turner von Deutschlands Vorzeigeturner Nummer eins.

Am Boden konnte Hambüchen dann aber sofort wieder kontern. Mit einer Weltklasseübung machte der Rekordmeister aus dem nicht weit entfernten Wetzlar deutlich, wer in Deutschland derzeit der beste Mehrkämpfer ist. Mit 15,45 Punkten konnte er seinen Vorsprung wieder komfortabel ausbauen, auch weil Toba bei seiner Bodenübung aufgreifen musste und nur 12,90 Punkte erhielt.

Auch am letzten Gerät, dem Pauschenpferd blieb Toba nicht ganz fehlerfrei, konnte aber mit 13,80 Punkten seinen zweiten Platz festigen.  Hambüchen dagegen gelang selbst an seinem ungeliebten Zittergerät noch eine für ihn sehr gute Leistung (13,90) so dass er letztendlich deutlich seinen Mehrkampftitel verteidigen konnte.

Toba hat aber mit seinem dritten Vizemeister in Folge gezeigt, dass er eine wichtige Größe im deutschen Turnen ist und er hat damit sicher auch schon einen guten Schritt in Richtung Weltmeisterschaft in Glasgow genommen. Dieser Wettkampf war nämlich gleichzeitig die erste WM-Qualifikation. Die zweite folgt am 3. Oktober in Stuttgart.

4. Mai 2015

Andreas Toba holt Bronze in Sao Paulo

Zum Abschluss des World Challenge Cups in Sao Paulo/Brasilien gab es für die deutschen Turnerinnen und Turner am vergangenen Sonntag (03. Mai) noch einmal eine Silber- und vier Bronzemedaillen.  Am ersten Finaltag sicherten sich die deutschen Turnerinnen und Turner bereits einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze.
Rang zwei sicherte sich am Boden die Stuttgarterin Elisabeth Seitz, die sich mit 13,40 Punkten lediglich der Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Jugendspiele an diesem Gerät, der Brasilianerin Flavia Saraiva (13,625), geschlagen geben musste. Sehr erfreulich verlief die Entscheidung auch für die Karlsruherin Leah Grießer, die mit 13,325 Punkten ebenfalls noch den Sprung aufs Podest schaffte. Darüber hinaus überzeugte die Chemnitzerin Sophie Scheder am Schwebebalken als Dritte mit 14,00 Punkten.
Bei den Männern holte der frühere Europameister Matthias Fahrig (SV Halle) nach Rang zwei am Sprung auch am Boden Edelmetall. Mit 15,475 Punkten gab es für den Sportsoldaten Bronze. Auch der Hannoveraner Andreas Toba ging diesmal – anders als am ersten Finaltag – nicht leer aus und sicherte sich mit einem guten Vortrag Rang drei am Pauschenpferd (14,40).
Quelle: DTB
Bild: NTB-infoline