Thema: Judo

13. März 2017

Silber für Siegel in Zürich

In Uster-Zürich fand vom 11. bis 12. März 2017 der diesjährige Senior European Judo Cup statt. 166 Männer und 60 Frauen hatten den Weg in die Schweiz genommen, davon 33 Starter und 8 Starterinnen des Deutschen Judo-Bundes.
Insgesamt konnten die deutschen Teilnehmenden eine Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen erkämpfen.

Von den in Hannover Trainierenden schaffte es Christoph Siegel in der Klasse -66kg auf den 2. Platz. Nachdem er in seinem ersten Kampf gegen Alessio Bruno (ITA) über die Zeit gehen musste, konnte Christoph die zweite Begegnung gegen Marcel Bizon (GER) nach 1:16 min gewinnen. Das Halbfinale gegen Matthijs van Harten (NED) wurde durch eine Shido-Strafe in der Verlängerung entschieden. Einen Wazaari-Rückstand im Finale gegen Roy Shippers (NED) konnte Christoph dann leider nicht mehr aufholen.

Tini Grohn konnte in seinem ersten Kampf  -90 kg Glenn Monnard (SUI) in der Verlängerung mit Ippon schlagen, verlor aber im nächsten Kampf gegen Bosko Borenoviv (SRB). In der Trostrunde gewann er gegen Sjors Riddersma (NED), gegen Oleksandr Kruk (UKR) in der Verlängerung um dann das „kleine Finale“ gegen Mike Chavanne (SUI) für sich zu entscheiden: Platz 3.

Ebenfalls Bronze erkämpfte sich Benjamin Bouizgarne +100 kg. Den Vorrundenkampf gegen Peter Vincent (GBR) hat er über die Kampfzeit mit Wazaari gewonnen. Im Halbfinale musste er sich leider in den  letzten 30 sec mit Ippon Claudio Pepoli (ITA) geschlagen geben. Den Kampf um Platz drei endete nach knapp 3 min Enej Marinic (SLO) mit Ippon für Benjamin.

Knapp an den Medaillenrängen vorbei landete Domenik Schönfeldt auf dem 5. Platz-100kg. Nach Siegen in der Vorrundegegen  Adama Sow (FRA) und Dovide Pozzi (ITA) verlor er im Halbfinale gegen Tentore Masmanidis (GRE). Im Kampf um Platz 3 verloren Domenik gegen Jevgenijs Borodavko (LET) nach Ablauf der Kampfzeit mit Wazaari-Rückstand.

Quelle: ippon.org
Foto: EJU –  Paco Lozano

27. Februar 2017

Judo Grand Prix in Düsseldorf

Zwei Tage volles Haus, zwei Medaillen für den Deutschen Judo-Bund (DJB): Der Judo Grand Prix 2017 in der Sportstadt Düsseldorf ließ auch bei seiner achten Auflage keine Wünsche offen. „Der Judo Grand Prix war im Super-Sportjahr 2017 nach dem PSD Bank Meeting das zweite Highlight von internationalem Format im Kalender der Sportstadt Düsseldorf. Wir haben in der Mitsubishi Electric HALLE einmal mehr Judosport auf Top-Niveau und eine tolle Stimmung erlebt. Im nächsten Jahr wird die Veranstaltung in den ISS Dome umziehen und zum Grand Slam aufgewertet“, erklärt Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Wie 2016 sorgten auch in diesem Jahr wieder 8500 Zuschauer an den drei Wettkampftagen für eine beeindruckende Stimmung in der Mitsubishi Electric HALLE und feierten die Medaillen der deutschen Judoka. So bescherte Theresa Stoll (TSV München-Großhadern) dem DJB am ersten Wettkampftag völlig überraschend eine Goldmedaille. Die 21-jährige hatte sich im Finale der Klasse bis 57 Kilogramm gegen die Olympia-Zweite Sumiya Dorjsuren aus der Mongolei durchgesetzt. Martyna Trajdos (Eimsbütteler TV) musste sich am Samstag in der Klasse bis 63 Kilogramm lediglich im Finale der Olympia-Zweiten Clarisse Agbegnenou (Frankreich) geschlagen geben und gewann Silber.

Sechs weitere DJB-Judoka verpassten das Podium indes als Fünfte nur denkbar knapp: Der 26-jährige dreimalige Deutsche Meister Igor Wandtke (Judo-Team Hannover) unterlag im Kampf um Bronze dem Schweden Tommy Macias mit einer Ippon-Wertung. Gleiches ereilte auch Giovanna Scoccimarro (MTV 1862 Vorsfelde), die sich in der Klasse bis 70 Kilogramm im Kampf um Bronze der Belgierin Lola Mansour geschlagen geben musste.

Die deutschen Judoka belegten am Ende beim Judo Grand Prix 2017 in Düsseldorf mit einer Gold- und einer Silbermedaille Rang sechs im Medaillenspiegel. Die Spitzenposition ging an Japan (5/4/7) vor Georgien (2/2/0) und Russland (2/1/2). Insgesamt gewannen Judoka aus 20 Nationen Medaillen.

Quelle: DJB
Foto: IJF-Sabau Gabriela

24. Januar 2017

Schilbach Trainer des Jahres

Judo-Landestrainer Raik Schilbach ist Trainer des Jahres 2016 des Deutschen Judo Bundes.

Im Rahmen der Deutschen Einzelmeisterschaft der Männer und Frauen in Duisburg wurde die Ehrung vorgenommen.
Zu den ersten Gratulanten gehörten vom Niedersächsischen Judoverband Präsident Egbert von Horn und Vize-Präsident-Leistungssport Norbert Specker.
Raik Schilbach ist einer von sieben Landestrainern beim Niedersächsischen Judoverband, die der LandesSportBund Niedersachsen fördert.

Foto: Neugebauer

14. November 2016

Vivian Herrmann Siebte bei der U23-EM

Starker Auftritt der deutschen Judokas bei den U23-Europameisterschaften in Tel Aviv. An beiden Wettkampftagen Tag holten die Kämpferinnen und Kämpfer des Deutschen Judo-Bundes (DJB) fünf Medaillen, davon eine goldene, eine silberne und drei bronzene.

Mit im deutschen Team waren Vivian Herrmann, Lea Püschel und David Tekic vom Stützpunkt in Hannover.

Vivian konnte in der 63 kg Klasse der Frauen den ersten Kampf gegen die Israelin Gili Sharir erst nach der gesamten Kampfzeit für sich entscheiden, musste sich dann aber der Österreicherin Magdalena Krassakova mit zwei Wertungen Rückstand geschlagen geben. In der Trostrunde traf sie auf ihre Teamkollegin Lea Reimann. Kurz vor Schluss konnte diese noch eine Technik ansetzen und werfen. Damit blieb für Vivian nur ein siebter Platz, Lea Reimann wurde Dritte.

In der nächst höheren Klasse traf Lea Püschel in Ihrem ersten Kampf auf die Griechin Elisavet Teltsidou. Diese hatte leider nach Ablauf der Kampfzeit eine Wertung mehr auf dem Scoreboard, Lea schied damit aus.

Auch David Tekic hatte nicht mehr Glück. Seinen Kampf gegen Firudin Dadashov aus Aserbaidschan konnte dieser noch vor Ende der Kampfzeit für sich entscheiden.

Quelle: DJB / EJU
Foto: EJU – Carlos Ferreira

13. November 2016

Begeisterte Ippon Girls und Boys in Hannover

Pauline Starke, Giovanna Scoccimarro, Tim Gramkow und Igor Wandtke als Trainerteam – das gibt es nicht alle Tage…

So zeigten sich die fast 90 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Norddeutschland auch sichtlich erfreut, den erfolgreichen Sportlern mal so richtig auf den Zahn fühlen zu dürfen.

Sie nutzten die Frage- und Autogrammstunde intensiv, sehr zur Freude der vier Topathleten.

Im sportlichen Programm wurden erfolgreiche Boden- und Standtechniken angeboten, die -mal mehr (w) mal weniger (m)- geübt und nachempfunden wurden. Daneben rundeten turnerische Elemente und Akrobatik den gelungenen Samstag ab.

„Hat echt Spaß gemacht!“ resümierte eines der Ippon Girls, das sich auf eine baldige Wiederholung freut.

Der Deutsche Judo-Bund hatte die Aktionen ins Leben gerufen um Nachwuchssportler langfristig für den Judosport begeistern. Im Vordergrund steht das gemeinsame Sporttreiben, Spaß und Action. 

Quelle: DJB
Foto: Ahrenhold

19. September 2016

Zwei EM-Titel für Pauline Starke

17 Starter schickte der Deutsche Judo-Bund (DJB) ins Rennen um die Medaillen der Europameisterschaft in der Altersklasse U21 ins spanische Malaga.

Es war ihr Tag. Nach 4 Ippon-Siegen in langen Kämpfen der 57-Kilogramm-Klasse konnte Pauline Starke vom Judo Team Hannover sich auch im Finale durchsetzen. Ihr Bundesliga-Verein, der JC Wiesbaden, hat sie beim Bundesligakampftag schmerzlich vermisst, doch die Freude überwiegt. „Die beste Entschuldigung“ nennt der Verein den Titel seines Gold-Nachwuchses. Es ist der erste EM-Titel der Hannoveranerin, nach einer Bronzemedaille in der U18.

Tim Gramkow hatte in der Gewichtsklasse -81kg viel zu tun. Nicht nur, weil dort die Leistungsdichte extrem eng beieinander liegt, auch das Teilnehmerfeld war sehr breit im Vergleich zu den anderen Gewichtsklassen. Bis zu seiner Bronzemedaille musste er 5 Kämpfe bestreiten und Ausdauer beweisen – vor allem da seine Vorrundenkämpfe allesamt (fast) die komplette Kampfzeit beanspruchten. Während er vorzeitig das Halbfinale gegen den Portugiesen Etugidze verlor, gewann er gegen dessen Landsmann Martinho nach einer denkbar spannenden Aufholjagd im Golden Score. Der Judoka des TKJ Sarstedt sorgte für eine Bronzemedaille und kurze Fingernägel in seiner Heimat.

Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde erreichte ebenfalls das kleine Finale ihrer Kategorie -70kg. Scoccimarro eliminierte sogar die topgesetzte und spätere Dritte Gercsak und verlor nur knapp gegen die spätere Europameisterin. Ihr Ergebnis spiegelt ihre Leistung leider nicht wieder. Brausewetter musste mit fünf Kämpfen für das Schwergewicht relativ oft auf die Matte. Sie konnte drei der fünf kräftezehrenden Duelle gewinnen, doch leider landete sie damit nur knapp nicht auf dem Treppchen.

Die deutschen Mädels des U21-Bundestrainers Claudiu Pusa preschen durch den Teamwettbewerb der Europameisterschaft und lassen eigentlich starke Nationen wie die Niederlande, Frankreich und im Finale Russland blass aussehen.

Szekely, Starke, Reimann, Scoccimarro und Wagner. Das war Pusas Rezept zur Europameisterschaft. 4:1, 5:0, 4:1, 4:1 heißen die starken Ergebnisse gegen Niederlande, Türkei, Frankreich und Russland.

Pauline Starke vom Judo Team Hannover wurde ihrer neuen Rolle als Europameisterin -57kg gerecht. Sie gewann jeden Einzelnen ihrer vier Kämpfe und erwies sich als Bank für das deutsche Team. Jedes Mal legte sie zu einem komfortablen 2:0 vor und spielte eine starke Rolle bei der Mission EM-Titel.

Giovanna Scoccimarro hingegen konnte eine ihrer zwei Revanchen für sich entscheiden. Während sie gegen die Holländerin Ausma gewinnen konnte, ging ihr Kampf gegen die Französin Gahie zumindest deutlich knapper aus als zuvor. Erst der Kampfrichter entschied durch Shido im Golden Score. Scoccimarro war es, die den EM-Titel gegen Russland mit einem krachenden Ippon klar machte.

Quelle: DJB
Foto: EJU, Kostadin Andonov

1. August 2016

Silber für Giovanna Scoccimarro beim EC

Der zweite Tag des Junior European Judo Cup in Berlin rettete dem Deutschen Judo-Bund (DJB) Rang vier im Nationen-Ranking. Nach einem recht schwachen ersten Tag ließen drei Finalteilnehmerinnen aufatmen. Der SC Berlin darf auf ein Rekordergebnis zum 25. Jubiläum zurückblicken.

Die letztjährige Dritte -70kg, Giovanna Scoccimarro, hatte einen schwierigeren Weg hinter sich, als sie im Finale stand. Dort steckten ihr vier Kämpfe in den Knochen, von denen sie vier erst nach voller Kampfzeit entschied. Während sie sich im letzten Jahr noch der Österreicherin Polleres nach einer neuneinhalbminütigen Schlacht geschlagen geben musste, gewann sie auch diesen Kampf durch Vorsprung über die Zeit. Erst im Finale zog sie gegen die Italienerin Alessandra Prosdocimo den Kürzeren und holte Silber.

Leider war bei den Athleten am zweiten Wettkampftag im kleinen Finale „der Wurm drin“. Auch Tim Gramkow konnte nicht im -81 kg-Kampf um die Bronzemedaille auftrumpfen und die sehr starken kämpferischen Leistungen in den vorangegangenen Kämpfen mit einem Podiumsplatz belohnen.

Quelle: DJB
Foto: EJU – Falk Scherf

18. Juli 2016

Gold für Tim Gramkow in Polen

Am Wochenende fand der European Cup der Männer und Frauen U21 im polnischen Gdynia statt.

Sehr gut besetzt war sie, die Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. Tim Gramkow trat aus der Mitte des Teilnehmerfeldes an, er war nicht gesetzt. Das hieß, dass er noch mehr Kämpfe bestreiten musste als die vermeintlichen Favoriten. In seinen fünf Kämpfen zeigte Gramkow sowohl taktische als auch technische Überlegenheit.

Nach zwei Taktikschlachten in der Vorrunde, die er durch Strafen für die Gegner gewann, erwischte er den favorisierten Portugiesen Egutidze bereits nach 25 Sekunden kalt und warf Ippon. Nach kurzem Prozess mit seinem Halbfinalgegner musste Gramkow im Finale gegen den Holländer Smink für seinen Punkt ackern, um letztendlich die Goldmedaille entgegennehmen zu dürfen.

Auch Hannah Deliu und Domenik Schoenefeldt kämpften um Medaillen, verloren ihre Kämpfe im kleinen Finale aber denkbar knapp und wurden fünfte. Insgesamt belegten die Athleten des Deutschen Judo-Bundes (DJB) zwei erste, zwei fünfte und einen siebten Platz bei diesem European Cup der Junioren in Polen.

Quelle: DJB
Foto: EJU- Stanislaw Michalowski

6. Juni 2016

Wandtke und Breitbarth für Rio eingeplant

Der DJB hat Anfang dieser Woche seinen lang erwarteten Nominierungsvorschlag für die Olympischen Spiele veröffentlicht.

Igor Wandtke (Judo-Team Hannover) und André Breitbarth (SFV Europa Braunschweig) werden aus niedersächsischer Sicht in Rio de Janeiro an den Start gehen. Sie setzten sich nach zweijähriger Qualifikationsphase in ihren Gewichtsklassen bis 73 Kilogramm und über 100 Kilogramm gegen ihre nationale Konkurrenz durch. „Nach zwei Jahren der Qualifikation mit Höhen und Tiefen freue ich mich riesig. Doch der Weg ist noch nicht zu Ende“, kommentierte Breitbarth seine Berufung in die Olympiamannschaft bei Facebook. Igor Wandtke stand schon seit Längerem als Rio-Starter fest – schließlich überstand er als einziger Deutscher die Qualifikation in seiner Gewichtsklasse.

Damit gehen wie auch im Jahr 2012 zwei NJV-Athleten bei Olympia an den Start. Damals vertraten Christophe Lambert und Dimitri Peters den niedersächsischen Judosport.

„Dima“, der dritte Olympiaaspirant vom Olympiastützpunkt Niedersachsen, musste sich im DJB-internen Duell im Limit bis 100 Kilogramm dem Leverkusener Karl-Richard Frey geschlagen geben. Damit bekommt der 33-Jährige nicht die Chance, seine in London gewonnene Bronzemedaille zu verteidigen. Im Kampf „Goliath gegen Goliath“, bei dem sich beide Weltklasse-Athleten zu Höchstleistungen angespornt haben, machten laut DJB letztendlich nur Nuancen den Unterschied. In einem Duell zweier ebenbürtiger Judoka platzierte sich Frey als Weltranglisten-Fünfter nur 20 Zähler vor dem Niedersachsen.

Der Nominierungsvorschlag des DJB muss sich noch vom Deutschen-Olympischen Sportbund bestätigt werden. Die zweite von drei Nominierungsrunden findet am 28.06. statt. Der DJB wird aller Voraussicht nach mit einem 13-köpfigen Aufgebot nach Südamerika fahren. Fortlaufende Informationen über das absolute Highlight aus deutscher Judo-Sicht bietet die Olympia-Website des DJB (http://rio2016.judobund.de/). Über die niedersächsischen Starter wird selbstverständlich auch auf der NJV-Website informiert.

 

Quelle: NJV-Mediateam