Archiv: Februar 2018

26. Februar 2018

Ergebnisse des letzten Tages

In einem hochspannenden Endspiel um Eishockey-Gold hat die deutsche Mannschaft Silber gewonnen. Sie unterlag dem Team Olympische Athleten aus Russland in der Verlängerung 3:4. Zum „Wunder von PyeongChang“ fehlten nur 55,5 Sekunden, die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beendete ihr Olympia-Märchen in Südkorea mit Silber. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm unterlag im Finale der Winterspiele dem Rekordweltmeister Russland unglücklich mit 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) nach Verlängerung und verpasste die größte Sensation in der Eishockey-Geschichte denkbar knapp. 

Das Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten. Der Ausgleichstreffer für die Russen zum 3:3 durch Nikita Gussew war erst 55,5 Sekunden vor Ende des dritten Drittels gefallen – die Sbornaja hatte da bereits den Torhüter vom Eis genommen, um nach einer Strafzeit wenigstens Fünf gegen Fünf spielen zu können. 3:16 Minuten vor Spielende war Deutschland durch Jonas Müller erstmals in Führung gegangen (57.). In der Verlängerung traf Kirill Kaprisow nach 9:41 Minuten – als Patrick Reimer auf der Strafbank saß.

Dennoch fliegt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als Gewinner nach Hause. Mit Silber im Gangneung Hockey Centre nach den sensationellen Siegen über Weltmeister Schweden und Rekord-Olympiasieger Kanada übertraf die Mannschaft um Kapitän Marcel Goc die bislang besten Olympia-Ergebnisse: 1932 und 1976 hatte Deutschland jeweils Bronze gewonnen.

Russland mit den Altstars Pawel Dazjuk und Ilja Kowaltschuk, wegen des Staatsdopings vor vier Jahren in Sotschi als Olympische Athleten aus Russland angetreten, holte zum ersten Mal seit 1992 wieder Olympia-Gold. Mit dem neunten Triumph zog die Auswahl mit Kanada gleich. 

Bob-Pilot Francesco Friedrich hat nach Gold im Zweier bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang auch im großen Schlitten triumphiert. Nico Walther holte im Vierer Silber.

Nach Gold für Friedrich im Zweier zeigte der Vierer sein ganzes Können. Schnell am Start, gefühlvoll in der Bahn – nach vier Läufen lag der 27 Jahre alte Weltmeister  deutlich vor Teamkollege Nico Walther mit dessen Team Alexander Rödiger, Eric Franke und Kevin Kuske sowie dem Südkoreaner Won Yun Jong (beide +0,53), die zeitgleich Silber gewannen.

Der WM-Dritte Walther rundete damit den bemerkenswert starken Auftritt der deutschen Piloten im Alpensia Sliding Centre ab. Im letzten Lauf machte er noch einen Rückstand von 0,07 Sekunden auf Lokalmatador Won wett. „Das ist super. Wir haben souverän die Medaille runtergefahren. Ich bin überglücklich“, sagte Walther.

Vier Jahre nach der Enttäuschung von Sotschi, als das erfolgsverwöhnte deutsche Team erstmals seit 50 Jahren ohne olympische Medaille geblieben war, gehören die deutschen Piloten wieder zur Spitze ihres Sports. Auch weil Mariama Jamanka bei den Frauen sensationell zum Olympiasieg gerast war. 

Friedrich, der im Zweier zeitgleich mit dem Kanadier Justin Kripps gewonnen hatte, ist damit der erste Pilot seit Andre Lange 2006 und der erst sechste überhaupt, der bei einer Olympia-Ausgabe Gold im kleinen Schlitten und in der Königsdisziplin gewann. Zudem ist Friedrich der jüngste Pilot seit Wolfgang Hoppe 1984, der im großen Schlitten Gold geholt hat.

Quelle: DOSB

26. Februar 2018

Ergebnisse des fünfzehnten Tages

Die Snowboarderinnen Selina Jörg und Ramona Hofmeister haben am 15. Wettkampftag der Olympischen Winterspiele in PyeongChang Silber und Bronze im Parallel-Riesenslalom gewonnen.
Silber für Selina Jörg, Bronze für Ramona Hofmeister: Am historischen Tag für die nunmehr zweimalige Olympiasiegerin Ester Ledecka haben die deutschen Snowboarderinnen dem Druck der Erwartungen standgehalten und wie vor vier Jahren im letzten Rennen der Olympischen Spiele gleich zwei Medaillen gewonnen. In Sotschi holten Anke Kartens, heute Wöhrer, und Amelie Kober ebenfalls Silber und Bronze im mittlerweile aus dem Programm gestrichenen Parallel-Slalom.

Beim Parallel-Riesenslalom im Phoenix Snow Park in Bokwang war lediglich gegen die unwiderstehliche Ledecka nichts auszurichten. Die Tschechin, die in Pyeongchang bereits sensationell den Super-G der alpinen Ski-Rennläuferinnen gewonnen hatte, besiegte im Halbfinale erst Hofmeister – allerdings stürzte die 21-Jährige aus Bischofswiesen. Im Finale setzte sich die Weltmeisterin knapp mit 0,46 Sekunden vor Jörg durch, Hofmeister gewann den Kampf um Bronze gegen Alena Sawarsina (Olympische Athleten aus Russland).

Jörg und Hofmeister jubelten im Zielraum gemeinsam so überschwänglich, als hätten sie beide Gold gewonnen. Sie schüttelten und umarmten sich – auch die wie üblich eher distanzierte Ledecka wurde umarmt. Durch Jörg und Hofmeister hat der Verband Snowboard Germany das vor den Olympischen Spielen angestrebte Ziel von zwei bis drei Medaillen erreicht. Ledecka ist die erste Olympiasiegerin in zwei Sportarten bei ein und denselben Winterspielen. Zur Feier des Tages wendete das tschechische Team seine weißen Jacken – das Innenfutter leuchtete golden.

Mit dem rauschenden Erfolg der Frauen konnten die Männer nicht Schritt halten. Stefan Baumeister (Aising-Pang) schied im Viertelfinale gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Zan Kosir (Slowenien) aus, belegte dadurch allerdings einen respektablen sechsten Rang im Endklassement. Gold gewann erwartungsgemäß der Schweizer Nevin Galmarini – Silber ging überraschend und unter dem frenetischen Jubel Tausender Zuschauer an den Südkoreaner Lee Sang Ho.

Von den weiteren deutschen Startern hatte nur Carolin Langenhorst (Bischofswiesen) die Qualifikation am Morgen überstanden. Sie scheiterte im Achtelfinale um nur 0,02 Sekunden an Ina Maschik (Österreich), die kurz darauf von Hofmeister im Viertelfinale besiegt wurde. Langenhorst blieb Rang neun im Endklassement.

Anke Wöhrer verpasste die K-o.-Runde der besten 16 als 21. deutlich. Auch Claudia Riegler (Österreich), Weltmeisterin von 2015, blieb auf der Strecke. Patrick Bussler (Aschheim) und Alexander Bergmann (Bischofswiesen) fuhren auf den Rängen 25 und 31 ebenfalls deutlich am Achtelfinaleinzug vorbei.

Quelle: DOSB

26. Februar 2018

Ergebnisse des vierzehnten Tages

Sie zählten zu den Favoriten der Männerstaffel, führten zwischenzeitlich, doch am Ende eines turbulenten Rennens jubelten die deutschen Biathleten über die Bronzemedaille.

Dass die deutsche Staffel eigentlich Gold gewinnen wollte, darüber sprach nach einem verrückten Rennen mit unzähligen Führungswechseln niemand mehr. Vor allem das letzte Rennen in Pyeongchang kostete nicht nur Kraft, sondern angesichts einer durchwachsenen Schießleistung auch mal wieder reichlich Nerven. Am Vortag war die deutsche Frauen-Staffel als Gold-Favorit gestartet, die Aussichten waren noch deutlich rosiger als bei den Männern. Der achte Platz von Laura Dahlmeier, Franziska Preuß, Franziska Hildebrand und Denise Herrmann war damit Warnung genug – und dennoch sah es so aus, als würde sich die Geschichte wiederholen.

Nach einer Gala-Vorstellung von Lesser übernahm Doll als Führender, er baute zunächst auch den Vorsprung aus und fand sich nach zwei Strafrunden dann doch außerhalb der Podestränge wieder. „Das war ein Dämpfer“, sagte Doll, der Bronze in der Verfolgung gewonnen hatte „und sich nicht erträumt hätte, die Heimreise mit zwei Medaillen anzutreten.“

Die zweite Plakette hatte er vor allem Peiffer zu verdanken. Der Sprint-Olympiasieger, der die deutsche Mixed-Staffel zu Beginn der Woche mit einem Zitterhändchen vom Gold-Thron auf Platz vier geschossen hatte, lief zunächst auf den dritten Rang. Der Abstand zur Spitze war allerdings derart gering, dass Schempp sogar noch Gold hätte angreifen können. Fehler am Schießstand zerstörten diesen Plan, hinter Olympiasieger Schweden und den ebenfalls hoch gehandelten Norwegern erreichte der Massenstart-Zweite mit deutlichem Abstand das Ziel. Ohne die Schwächen der Konkurrenz wäre sogar die Medaille in großer Gefahr gewesen.

Die deutschen Eishockeyspieler besiegen auch Rekord-Olympiasieger Kanada und spielen am Sonntag gegen Rekord-Weltmeister Russland um die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von PyeongChang.

Als das Unglaubliche passiert war, flogen Schläger und Handschuhe durch die Luft, auf dem Eis vergoss Kapitän Marcel Goc Freudentränen, und auf der Tribüne sangen deutsche Olympiasieger: „Finale, oho!“ Nach einem Spiel für die Ewigkeit kämpfen die Eishockey-Nationalspieler bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang sensationell um Gold. „Das setzt dem Ganzen die Krone auf – ein Jahrhundertspiel“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann nach dem historischen 4:3 (1:0, 3:1, 0:2) gegen Rekord-Olympiasieger Kanada.

Als der wilde Jubel sich gelegt hatte, versuchten die Eis-Helden zu verstehen, was sie gerade geleistet hatten. „Jeder redet immer noch von 1976, von der Mannschaft, die damals Bronze gewonnen hat“, sagte Abwehrspieler Christian Ehrhoff: „Für die nächsten 50 Jahre wird jeder von diesem Team reden.“ Schon vor dem Endspiel am Sonntag (13.10 Uhr Ortszeit/5.10 MEZ) gegen den Rekordweltmeister Russland ist der größte Erfolg in der deutschen Eishockey-Geschichte perfekt: Die Mannschaft hat Silber sicher – und damit mehr erreicht als die Bronze-Gewinner von 1932 und 1976.

Noch ist die unglaubliche Erfolgsgeschichte der Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm nicht zu Ende. Zwar ist im Endspiel Rekordweltmeister Russland, der sich im Halbfinale gegen den Erzrivalen Tschechien mit 3:0 durchsetzte, klarer Favorit. Doch die Ausgangslage war gegen Kanada und zuvor gegen Weltmeister Schweden (4:3 nach Verlängerung) nicht anders. „Die Mannschaften biegen uns, aber wir brechen nicht“, meinte Torschütze Hager: „Wir spielen fast wie Maschinen, ein Zahnrad greift ins andere.“

Was sie mit ihren begeisternden Spielen in der Heimat auslösen, haben die Eishockeyhelden längst gemerkt. „Die Handys explodieren“, berichtete Hager. Und Verteidiger Yannic Seidenberg erzählte: „Alle Nachbarn daheim haben sich frei genommen, es ist ein richtiges Eishockeyfieber ausgebrochen.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist nach dem Finaleinzug der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ins Schwärmen geraten. „Das ist ein historischer Erfolg, der in den Geschichtsbüchern von Sportdeutschland an keiner Stelle fehlen wird“, sagte Hörmann dem SID nach dem 4:3-Erfolg im Halbfinale gegen Rekord-Olympiasieger Kanada: „Dass das jetzt zum Abschluss der erfreulichen und erfolgreichen Spiele auch noch dazu kommt, setzt dem Ganzen eine Krone auf.“

Hörmann hatte das „Jahrhundertspiel“, wie er es bezeichnete, gemeinsam mit knapp einhundert Athleten und Betreuern des Team D in der Halle verfolgt. „Es war Dramatik und Nervenkitzel pur“, sagte Hörmann: „Am Ende war die Stimmungslage zum Zerreißen. Es haben alle in der gebührenden Form skandiert. Die Spieler haben das sichtlich wahrgenommen und wertgeschätzt. Wenn man einen Moment für den gelebten Teamgeist im Team D erleben wollte, dann war es der“, sagte er.

Quelle: DOSB

26. Februar 2018

Ergebnisse des dreizehnten Tages

Die deutschen Kombinierer haben nach den Einzelerfolgen von Eric Frenzel und Johannes Rydzek erstmals nach 30 Jahren wieder den Team-Wettbewerb gewonnen. Frenzel, Rydzek, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger setzten sich nach jeweils einem Sprung von der Großschanze sowie 4×5 Kilometer in der Loipe mit einem Vorsprung von 52,7 Sekunden vor Norwegen durch. Bronze ging an Österreich. Der Olympiasieg der Kombinierer war der 13. insgesamt von Team Deutschland in Südkorea. Nie zuvor hat eine deutsche Olympia-Mannschaft bei Winterspielen so häufig gewonnen.

Die favorisierten deutschen Biathletinnen  kamen dagegen in der Staffel nicht mit den Bedingungen zurecht. Bei Schneetreiben und heftigen Böen leisteten sich Franziska Preuß, Denise Herrmann und Franziska Hildebrand jeweils eine Strafrunde. Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier führte das Quartett als Schlussläuferin mit 53,9 Sekunden Rückstand auf Sieger Weißrussland auf Rang acht. Silber ging an die schwedische Staffel, Frankreich sicherte sich Bronze.

Der Schwede Andre Myhrer hat überraschend Gold im Slalom der Männer gewonnen vor dem Schweizer Ramon Zenhäusern sowie dem Österreicher Michael Matt. Goldanwärter Marcel Hirscher aus Österreich war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Fritz Dopfer fuhr als bester Deutscher auf Rang 20, für Linus Straßer kam im ersten Lauf das Aus. 

Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein will ihre Laufbahn nach den Winterspielen 2022 in Peking beenden. Das gab die Berlinerin während der Pressekonferenz anlässlich ihres 46. Geburtstages im Deutschen Haus von Pyeongchang bekannt.

Geiger lief nach zwei Kilometern zum führenden Österreicher Willi Denifl auf, übernahm kurz danach die Führung – und die gab die deutsche Staffel nicht mehr her. Das Rennen war schon vor dem ersten Wechsel entschieden, Rießle lief an Position zwei schon fast eine Minute Vorsprung heraus. Ans Limit mussten Frenzel und Rydzek danach nicht mehr gehen.

Quelle: DOSB

26. Februar 2018

Ergebnisse des zwölften Tages

Bobfahrerinnen und Eishockeyspieler feierten am zwölften olympischen Wettkampftag große Siege – für Skifahrer und Eisläufer war es dagegen eine Berg- und Talfahrt, die für einige aus dem Team D mit Enttäuschungen endete.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach großem Kampf das Halbfinale erreicht und greift nach der ersten Medaille seit 42 Jahren. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm setzte sich überraschend gegen Weltmeister Schweden mit 4:3 nach Verlängerung durch und steht erstmals seit 1976 unter den besten Vier. In Innsbruck gewann die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes Bronze. Der Nürnberger Patrick Reimer erzielte das entscheidende Tor nach 1:30 Minuten in der Verlängerung.

Die Oberhoferin Mariama Jamanka gewann mit Anschieberin Lisa Buckwitz als zweite deutsche Pilotin nach Sandra Kiriasis 2006 die olympische Goldmedaille im Zweierbob. Die 27 Jahre alte Ex-Europameisterin hatte nach vier Läufen auf der Bahn im Olympic Sliding Centre einen Vorsprung von sieben Hundertstelsekunden auf Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA, die wie vor vier Jahren Silber holte. Bronze ging an die Kanadierin Kaillie Humphries, die 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi triumphiert hatte. Stephanie Schneider und Annika Drazek wurden Vierte, der dritte deutsche Bob mit Anna Köhler und Erline Nolte fuhr auf Rang 14. 

Ski-Rennfahrerin Sofia Goggia hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste italienische Abfahrts-Gold bei den Frauen gewonnen. Silber ging an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, die Amerikanerin Lindsey Vonn gewann Bronze. Viktoria Rebensburg fuhr auf Rang neun. Kira Weidle beendete ihre erste olympische Abfahrt auf Platz elf.

Norwegens neuer Skilanglauf-Star Johannes Hösflot Kläbo hat seine dritte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang geholt. Der 21-Jährige gewann im Wechsel mit Martin Johnsrud Sundby überlegen den Teamsprint über 6×1,4 km vor Denis Spitsow und Alexander Bolschunow von den Olympischen Athleten aus Russland). Bronze ging an die Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve. Das deutsche Duo Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer erreichte das Finale und belegte hier den zehnten und letzten Platz.

Bei den Frauen gewannen Kikkan Randall und Jessica Diggins das erste olympische Skilanglauf-Gold überhaupt für die USA. Das Duo gewann den Teamsprint über 6×1,25 km im freien Stil mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen. Das deutsche Duo Nicole Fessel und Sandra Ringwald belegte im Finale den zehnten und letzten Platz.

Die Eisschnellläuferinnen Claudia Pechstein, Michelle Uhrig, Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler beendeten den Team-Wettbewerb auf Rang fünf. Das C-Finale gegen China verloren sie mit vier Sekunden Rückstand. 

Die deutschen Skicrosser Paul Eckert, Tim Hronek und Florian Wilmsmann sind bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang vorzeitig gescheitert. Zum Auftakt der K.o.-Runden verpassten alle drei in ihrem jeweiligen Achtelfinallauf einen der ersten beiden Plätze. Der kanadische Ex-Weltmeister Christopher Del Bosco und der französische Fahrer Terence Tchiknavorian zogen sich nach heftigen Stürzen auf der anspruchsvollen Strecke im Phoenix Snow Park schwere Verletzungen. Del Bosco brach das Becken, Tchiknavorian ein Schienbein.  

Die deutsche Eiskunstlauf-Meisterin Nicole Schott erreichte mit einer guten Kurzkür als 14. das Finale.

 

Quelle: DOSB

22. Februar 2018

Ergebnisse des zwölften Tages

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach großem Kampf das Halbfinale erreicht und greift nach der ersten Medaille seit 42 Jahren. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm setzte sich überraschend gegen Weltmeister Schweden mit 4:3 nach Verlängerung durch und steht erstmals seit 1976 unter den besten Vier. In Innsbruck gewann die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes Bronze. Der Nürnberger Patrick Reimer erzielte das entscheidende Tor nach 1:30 Minuten in der Verlängerung.
 
Die Oberhoferin Mariama Jamanka gewann mit Anschieberin Lisa Buckwitz als zweite deutsche Pilotin nach Sandra Kiriasis 2006 die olympische Goldmedaille im Zweierbob. Die 27 Jahre alte Ex-Europameisterin hatte nach vier Läufen auf der Bahn im Olympic Sliding Centre einen Vorsprung von sieben Hundertstelsekunden auf Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA, die wie vor vier Jahren Silber holte. Bronze ging an die Kanadierin Kaillie Humphries, die 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi triumphiert hatte. Stephanie Schneider und Annika Drazek wurden Vierte, der dritte deutsche Bob mit Anna Köhler und Erline Nolte fuhr auf Rang 14. 
 
Ski-Rennfahrerin Sofia Goggia hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste italienische Abfahrts-Gold bei den Frauen gewonnen. Silber ging an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, die Amerikanerin Lindsey Vonn gewann Bronze. Viktoria Rebensburg fuhr auf Rang neun. Kira Weidle beendete ihre erste olympische Abfahrt auf Platz elf.
 
Norwegens neuer Skilanglauf-Star Johannes Hösflot Kläbo hat seine dritte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang geholt. Der 21-Jährige gewann im Wechsel mit Martin Johnsrud Sundby überlegen den Teamsprint über 6×1,4 km vor Denis Spitsow und Alexander Bolschunow von den Olympischen Athleten aus Russland). Bronze ging an die Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve. Das deutsche Duo Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer erreichte das Finale und belegte hier den zehnten und letzten Platz.
 
Bei den Frauen gewannen Kikkan Randall und Jessica Diggins das erste olympische Skilanglauf-Gold überhaupt für die USA. Das Duo gewann den Teamsprint über 6×1,25 km im freien Stil mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen. Das deutsche Duo Nicole Fessel und Sandra Ringwald belegte im Finale den zehnten und letzten Platz.
 
Die Eisschnellläuferinnen Claudia Pechstein, Michelle Uhrig, Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler beendeten den Team-Wettbewerb auf Rang fünf. Das C-Finale gegen China verloren sie mit vier Sekunden Rückstand. 
 
Die deutschen Skicrosser Paul Eckert, Tim Hronek und Florian Wilmsmann sind bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang vorzeitig gescheitert. Zum Auftakt der K.o.-Runden verpassten alle drei in ihrem jeweiligen Achtelfinallauf einen der ersten beiden Plätze. Der kanadische Ex-Weltmeister Christopher Del Bosco und der französische Fahrer Terence Tchiknavorian zogen sich nach heftigen Stürzen auf der anspruchsvollen Strecke im Phoenix Snow Park schwere Verletzungen. Del Bosco brach das Becken, Tchiknavorian ein Schienbein.  
 
Die deutsche Eiskunstlauf-Meisterin Nicole Schott erreichte mit einer guten Kurzkür als 14. das Finale.

21. Februar 2018

Volkswagen unterstützt Scoccimarro

Für Giovanna Scoccimaro vom MTV Vorsfelde werden jetzt die Fahrten zum täglichen Judo-Training  etwas einfacher. Der Vertreter der Volkswagen Aktiengesellschaft – Sportkommunikation, Herr Axel Diedrich, übergab zusammen mit OSP-Leiterin Prof. Dr. Ilka Seidel an Giovanna ein Sponsorenfahrzeug.

Die Sportlerin, die zurzeit bei Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Ausbildung absolviert, wurde 2017 Juniorenweltmeisterin und zweite der Junioren Europameisterschaft. Nicht zuletzt auf Grund dieser Erfolge wurde sie durch die Sportjugend als Niedersachsens Nachwuchssportlerin 2017 gewählt.
Giovanna gehört mit zu dem Aufgebot des Deutschen Judo-Bundes, das Bundestrainer Claudiu Pusa für den ersten Judo Grand Slam am kommenden Wochenende in Düsseldorf nominiert hat. Der OSP wünscht viel Erfolg bei diesem Top-Turnier.

21. Februar 2018

Ergebnisse des elften Tages

Die Nordischen Kombinierer haben bei den Winterspielen in PyeongChang im Wettbewerb von der Großschanze den kompletten Medaillensatz gewonnen. Weltmeister Johannes Rydzek siegte beim zweiten deutschen Dreifach-Triumph der Olympia-Geschichte nach einem Sprung und dem 10-km-Langlauf vor Fabian Rießle und Normalschanzen-Sieger Eric Frenzel. Drei deutsche Kombinierer auf einem olympischen Podest hatte es zuvor nur 1976 in Innsbruck durch Ulrich Wehling, Urban Hettich und Konrad Winkler gegeben. Wehling und Winkler waren damals für die DDR gestartet, Hettich für die Bundesrepublik.

Die deutsche Eishockey-Mannschaft hat zum ersten Mal seit 16 Jahren das Viertelfinale der Olympischen Spiele erreicht. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm setzte sich im Play-off gegen die Schweiz nach hartem Kampf und Verlängerung mit 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) durch. In der Runde der letzten Acht trifft das Team am Mittwoch (21.10 Uhr Ortszeit/13.10 MEZ) zum zweiten Mal nach dem Vorrundenspiel auf Weltmeister Schweden. Der Nürnberger Leonhard Pföderl (2.) erzielte das frühe 1:0, Yannic Seidenberg schoss Deutschland im Kwandong Hockey Centre nach nur 26 Sekunden Verlängerung eine Runde weiter. 

Die deutschen Biathleten haben in der olympischen Mixed-Staffel eine Medaille knapp verpasst. Das deutsche Quartett in der Formation Vanessa Hinz, Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Auf die drittplatzierten Italiener fehlten im Zielsprint 0,3 Sekunden. Danach legte die deutsche Mannschaft Protest gegen die Wertung ein. Schlussläufer Peiffer hatte sich durch den Italiener Dominik Windisch im Zielsprint behindert gefühlt, da dieser im Zielkorridor unerlaubt die Spur gewechselt haben soll. Doch die Rennjury wies den Protest ab. Gold ging an Frankreich vor Norwegen. Vinzenz Geiger vervollständigte mit Rang acht das überragende Mannschaftsergebnis der deutschen Kombinierer.

Die deutschen Bob-Frauen liegen nach den ersten beiden von vier Läufen glänzend im Rennen. Mariama Jamanka (Oberhof) führt mit Anschieberin Lisa Buckwitz mit 0,07 Sekunden vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA. Auf Rang drei folgt Stephanie Schneider (+0,30) mit Annika Drazek. Olympiasiegerin Kaillie Humphries (Kanada/+0,34) ist Fünfte. Anna Köhler (+1,15) belegt mit Erline Nolte den zwölften Rang. 

Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe aus Kanada hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Gold in der Halfpipe gewonnen. Die WM-Zweite von 2015 und Dritte der X-Games kam im Finale im Phoenix Snow Park auf 95,80 Punkte. Sabrina Cakmakli aus Partenkirchen erreichte einen guten achten Platz.

Die Team-Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir haben bei den Winterspielen ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Acht Tage nach ihrem Erfolg im Teamwettbewerb mit Kanada siegten die Weltmeister auch in der Eistanz-Konkurrenz. Die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis aus Oberstdorf erreichten nach einer guten Vorstellung den 16. Rang.

Für die deutsche Shorttrackerin Anna Seidel sind die Winterspiele nach einem abermaligen Sturz vorzeitig beendet. Die 19-Jährige lief im Vorlauf über 1000 m ihrer niederländischen Konkurrentin Yara van Kerkhof in einer Kurve in die Seite und wurde disqualifiziert. Seidel war am Samstag über 1500 m nach zwei Stürzen in zwei Rennen im Halbfinale ausgeschieden. Über 500 m hatte sie das Viertelfinale erreicht. Seidels Teamkollegin Bianca Walter wurde dagegen in ihrem Vorlauf selbst behindert und zog nach einem Juryentscheid ins Viertelfinale am Donnerstag ein. Über 500 m und 1500 m war die 27-Jährige nach dem ersten Lauf ausgeschieden.

21. Februar 2018

Ergebnisse des zehnten Tages

Der siebenmalige Weltmeister Francesco Friedrich hat mit seinem Anschieber Thorsten Margis im Zweierbob Olympia-Gold gewonnen. Nach vier Läufen lagen sie zeitgleich mit Gesamtweltcupsieger Justin Kripps aus Kanada. Friedrich und Kripps lagen nach vier Läufen 0,05 Sekunden vor dem Letten Oskars Melbardis. Nico Walther (Oberbärenburg/+0,20) mit Anschieber Christian Poser und Johannes Lochner (Stuttgart/+0,28) mit Christopher Weber fuhren auf den Rängen vier und fünf knapp an Bronze vorbei. Zwei Olympiasieger im Zweier hatte es zuvor nur 1998 in Nagano gegeben, als Pierre Lueders (Kanada) und Günther Huber (Italien) zeitgleich auf Rang eins lagen. Durch seinen Erfolg ist Friedrich der siebte deutsche Pilot, der Olympiasieger im kleinen Schlitten wurde. Zuletzt hatte Andre Lange 2010 in Vancouver Gold gewonnen, bevor das deutsche Bob-Team vier Jahre später in Sotschi erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille blieb. 

Für Friedrich sah es nach zwei Läufen ebenfalls nicht gut aus, als er nur auf Rang fünf lag. Der 27-Jährige aus Oberbärenburg wechselte aber noch einmal die Kufen und lag damit im wahrsten Sinne des Wortes goldrichtig. Bundestrainer Rene Spies jubelte danach im Ziel ebenfalls ausgelassen, die harte Arbeit der vergangenen vier Jahre hatte sich gelohnt.

In den letzten beiden Durchgängen entwickelte sich der von Friedrich angekündigte „Krimi“. Walther, dessen Bob am Sonntag bei 140 Sachen in der Zielkurve gestürzt war, musste seine Halbzeitführung abgeben. Der frühere Rodler zeigte zwar keinen schlechten dritten Lauf, aber da Walther der mit Abstand langsamste Starter der Sieganwärter war, fiel er von Platz eins auf fünf zurück. Lochner blieb nach einer soliden Fahrt auf dem Bronzerang, während Friedrich auf der schwierigen Bahn im Alpensia Sliding Centre seine Aufholjagd startete und mit Bahnrekord von Rang fünf auf Platz zwei fuhr.

Die Skispringer Andreas Wellinger, Richard Freitag, Karl Geiger und Stephan Leyhe haben in der olympischen Team-Entscheidung in Pyeongchang wie 1998 und 2010 Silber gewonnen. Gold gewann erstmals Norwegen.

Mit Platz zwei in einem spannenden Springen hinter Norwegen wurde Wellinger nach Gold und Silber im Einzel zum erfolgreichsten Springer der Olympischen Spiele in Südkorea.

Der 22 Jahre alte Wellinger war wieder der Mann des Abends: Dank seines starken letzten Sprungs auf 134,5 m zog das deutsche Quartett mit 1075,7 Punkten gerade noch an Polen (1072,4) mit Superstar Kamil Stoch vorbei auf Rang zwei. Zum Gold-Coup wie vier Jahre zuvor in Sotschi fehlten Wellinger, Richard Freitag, Karl Geiger und Stephan Leyhe aber umgerechnet zwölf Meter. Dennoch durfte sich das Quartett über die vierte deutsche Schanzen-Medaille der Winterspiele freuen. 

Wellinger, der als einziger aus dem Siegerquartett von 2014 verblieben war, gewann zudem als erster deutscher Skispringer dreimal Edelmetall bei einer Olympia-Ausgabe. Für Freitag, Geiger und Leyhe war es das erste Olympia-Edelmetall überhaupt.

 

Quelle: DOSB