Archiv: Februar 2018

22. Februar 2018

Ergebnisse des zwölften Tages

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach großem Kampf das Halbfinale erreicht und greift nach der ersten Medaille seit 42 Jahren. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm setzte sich überraschend gegen Weltmeister Schweden mit 4:3 nach Verlängerung durch und steht erstmals seit 1976 unter den besten Vier. In Innsbruck gewann die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes Bronze. Der Nürnberger Patrick Reimer erzielte das entscheidende Tor nach 1:30 Minuten in der Verlängerung.
 
Die Oberhoferin Mariama Jamanka gewann mit Anschieberin Lisa Buckwitz als zweite deutsche Pilotin nach Sandra Kiriasis 2006 die olympische Goldmedaille im Zweierbob. Die 27 Jahre alte Ex-Europameisterin hatte nach vier Läufen auf der Bahn im Olympic Sliding Centre einen Vorsprung von sieben Hundertstelsekunden auf Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA, die wie vor vier Jahren Silber holte. Bronze ging an die Kanadierin Kaillie Humphries, die 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi triumphiert hatte. Stephanie Schneider und Annika Drazek wurden Vierte, der dritte deutsche Bob mit Anna Köhler und Erline Nolte fuhr auf Rang 14. 
 
Ski-Rennfahrerin Sofia Goggia hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste italienische Abfahrts-Gold bei den Frauen gewonnen. Silber ging an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, die Amerikanerin Lindsey Vonn gewann Bronze. Viktoria Rebensburg fuhr auf Rang neun. Kira Weidle beendete ihre erste olympische Abfahrt auf Platz elf.
 
Norwegens neuer Skilanglauf-Star Johannes Hösflot Kläbo hat seine dritte Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang geholt. Der 21-Jährige gewann im Wechsel mit Martin Johnsrud Sundby überlegen den Teamsprint über 6×1,4 km vor Denis Spitsow und Alexander Bolschunow von den Olympischen Athleten aus Russland). Bronze ging an die Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve. Das deutsche Duo Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer erreichte das Finale und belegte hier den zehnten und letzten Platz.
 
Bei den Frauen gewannen Kikkan Randall und Jessica Diggins das erste olympische Skilanglauf-Gold überhaupt für die USA. Das Duo gewann den Teamsprint über 6×1,25 km im freien Stil mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen. Das deutsche Duo Nicole Fessel und Sandra Ringwald belegte im Finale den zehnten und letzten Platz.
 
Die Eisschnellläuferinnen Claudia Pechstein, Michelle Uhrig, Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler beendeten den Team-Wettbewerb auf Rang fünf. Das C-Finale gegen China verloren sie mit vier Sekunden Rückstand. 
 
Die deutschen Skicrosser Paul Eckert, Tim Hronek und Florian Wilmsmann sind bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang vorzeitig gescheitert. Zum Auftakt der K.o.-Runden verpassten alle drei in ihrem jeweiligen Achtelfinallauf einen der ersten beiden Plätze. Der kanadische Ex-Weltmeister Christopher Del Bosco und der französische Fahrer Terence Tchiknavorian zogen sich nach heftigen Stürzen auf der anspruchsvollen Strecke im Phoenix Snow Park schwere Verletzungen. Del Bosco brach das Becken, Tchiknavorian ein Schienbein.  
 
Die deutsche Eiskunstlauf-Meisterin Nicole Schott erreichte mit einer guten Kurzkür als 14. das Finale.

21. Februar 2018

Volkswagen unterstützt Scoccimarro

Für Giovanna Scoccimaro vom MTV Vorsfelde werden jetzt die Fahrten zum täglichen Judo-Training  etwas einfacher. Der Vertreter der Volkswagen Aktiengesellschaft – Sportkommunikation, Herr Axel Diedrich, übergab zusammen mit OSP-Leiterin Prof. Dr. Ilka Seidel an Giovanna ein Sponsorenfahrzeug.

Die Sportlerin, die zurzeit bei Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Ausbildung absolviert, wurde 2017 Juniorenweltmeisterin und zweite der Junioren Europameisterschaft. Nicht zuletzt auf Grund dieser Erfolge wurde sie durch die Sportjugend als Niedersachsens Nachwuchssportlerin 2017 gewählt.
Giovanna gehört mit zu dem Aufgebot des Deutschen Judo-Bundes, das Bundestrainer Claudiu Pusa für den ersten Judo Grand Slam am kommenden Wochenende in Düsseldorf nominiert hat. Der OSP wünscht viel Erfolg bei diesem Top-Turnier.

21. Februar 2018

Ergebnisse des elften Tages

Die Nordischen Kombinierer haben bei den Winterspielen in PyeongChang im Wettbewerb von der Großschanze den kompletten Medaillensatz gewonnen. Weltmeister Johannes Rydzek siegte beim zweiten deutschen Dreifach-Triumph der Olympia-Geschichte nach einem Sprung und dem 10-km-Langlauf vor Fabian Rießle und Normalschanzen-Sieger Eric Frenzel. Drei deutsche Kombinierer auf einem olympischen Podest hatte es zuvor nur 1976 in Innsbruck durch Ulrich Wehling, Urban Hettich und Konrad Winkler gegeben. Wehling und Winkler waren damals für die DDR gestartet, Hettich für die Bundesrepublik.

Die deutsche Eishockey-Mannschaft hat zum ersten Mal seit 16 Jahren das Viertelfinale der Olympischen Spiele erreicht. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm setzte sich im Play-off gegen die Schweiz nach hartem Kampf und Verlängerung mit 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) durch. In der Runde der letzten Acht trifft das Team am Mittwoch (21.10 Uhr Ortszeit/13.10 MEZ) zum zweiten Mal nach dem Vorrundenspiel auf Weltmeister Schweden. Der Nürnberger Leonhard Pföderl (2.) erzielte das frühe 1:0, Yannic Seidenberg schoss Deutschland im Kwandong Hockey Centre nach nur 26 Sekunden Verlängerung eine Runde weiter. 

Die deutschen Biathleten haben in der olympischen Mixed-Staffel eine Medaille knapp verpasst. Das deutsche Quartett in der Formation Vanessa Hinz, Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Auf die drittplatzierten Italiener fehlten im Zielsprint 0,3 Sekunden. Danach legte die deutsche Mannschaft Protest gegen die Wertung ein. Schlussläufer Peiffer hatte sich durch den Italiener Dominik Windisch im Zielsprint behindert gefühlt, da dieser im Zielkorridor unerlaubt die Spur gewechselt haben soll. Doch die Rennjury wies den Protest ab. Gold ging an Frankreich vor Norwegen. Vinzenz Geiger vervollständigte mit Rang acht das überragende Mannschaftsergebnis der deutschen Kombinierer.

Die deutschen Bob-Frauen liegen nach den ersten beiden von vier Läufen glänzend im Rennen. Mariama Jamanka (Oberhof) führt mit Anschieberin Lisa Buckwitz mit 0,07 Sekunden vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA. Auf Rang drei folgt Stephanie Schneider (+0,30) mit Annika Drazek. Olympiasiegerin Kaillie Humphries (Kanada/+0,34) ist Fünfte. Anna Köhler (+1,15) belegt mit Erline Nolte den zwölften Rang. 

Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe aus Kanada hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Gold in der Halfpipe gewonnen. Die WM-Zweite von 2015 und Dritte der X-Games kam im Finale im Phoenix Snow Park auf 95,80 Punkte. Sabrina Cakmakli aus Partenkirchen erreichte einen guten achten Platz.

Die Team-Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir haben bei den Winterspielen ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Acht Tage nach ihrem Erfolg im Teamwettbewerb mit Kanada siegten die Weltmeister auch in der Eistanz-Konkurrenz. Die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis aus Oberstdorf erreichten nach einer guten Vorstellung den 16. Rang.

Für die deutsche Shorttrackerin Anna Seidel sind die Winterspiele nach einem abermaligen Sturz vorzeitig beendet. Die 19-Jährige lief im Vorlauf über 1000 m ihrer niederländischen Konkurrentin Yara van Kerkhof in einer Kurve in die Seite und wurde disqualifiziert. Seidel war am Samstag über 1500 m nach zwei Stürzen in zwei Rennen im Halbfinale ausgeschieden. Über 500 m hatte sie das Viertelfinale erreicht. Seidels Teamkollegin Bianca Walter wurde dagegen in ihrem Vorlauf selbst behindert und zog nach einem Juryentscheid ins Viertelfinale am Donnerstag ein. Über 500 m und 1500 m war die 27-Jährige nach dem ersten Lauf ausgeschieden.

21. Februar 2018

Ergebnisse des zehnten Tages

Der siebenmalige Weltmeister Francesco Friedrich hat mit seinem Anschieber Thorsten Margis im Zweierbob Olympia-Gold gewonnen. Nach vier Läufen lagen sie zeitgleich mit Gesamtweltcupsieger Justin Kripps aus Kanada. Friedrich und Kripps lagen nach vier Läufen 0,05 Sekunden vor dem Letten Oskars Melbardis. Nico Walther (Oberbärenburg/+0,20) mit Anschieber Christian Poser und Johannes Lochner (Stuttgart/+0,28) mit Christopher Weber fuhren auf den Rängen vier und fünf knapp an Bronze vorbei. Zwei Olympiasieger im Zweier hatte es zuvor nur 1998 in Nagano gegeben, als Pierre Lueders (Kanada) und Günther Huber (Italien) zeitgleich auf Rang eins lagen. Durch seinen Erfolg ist Friedrich der siebte deutsche Pilot, der Olympiasieger im kleinen Schlitten wurde. Zuletzt hatte Andre Lange 2010 in Vancouver Gold gewonnen, bevor das deutsche Bob-Team vier Jahre später in Sotschi erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille blieb. 

Für Friedrich sah es nach zwei Läufen ebenfalls nicht gut aus, als er nur auf Rang fünf lag. Der 27-Jährige aus Oberbärenburg wechselte aber noch einmal die Kufen und lag damit im wahrsten Sinne des Wortes goldrichtig. Bundestrainer Rene Spies jubelte danach im Ziel ebenfalls ausgelassen, die harte Arbeit der vergangenen vier Jahre hatte sich gelohnt.

In den letzten beiden Durchgängen entwickelte sich der von Friedrich angekündigte „Krimi“. Walther, dessen Bob am Sonntag bei 140 Sachen in der Zielkurve gestürzt war, musste seine Halbzeitführung abgeben. Der frühere Rodler zeigte zwar keinen schlechten dritten Lauf, aber da Walther der mit Abstand langsamste Starter der Sieganwärter war, fiel er von Platz eins auf fünf zurück. Lochner blieb nach einer soliden Fahrt auf dem Bronzerang, während Friedrich auf der schwierigen Bahn im Alpensia Sliding Centre seine Aufholjagd startete und mit Bahnrekord von Rang fünf auf Platz zwei fuhr.

Die Skispringer Andreas Wellinger, Richard Freitag, Karl Geiger und Stephan Leyhe haben in der olympischen Team-Entscheidung in Pyeongchang wie 1998 und 2010 Silber gewonnen. Gold gewann erstmals Norwegen.

Mit Platz zwei in einem spannenden Springen hinter Norwegen wurde Wellinger nach Gold und Silber im Einzel zum erfolgreichsten Springer der Olympischen Spiele in Südkorea.

Der 22 Jahre alte Wellinger war wieder der Mann des Abends: Dank seines starken letzten Sprungs auf 134,5 m zog das deutsche Quartett mit 1075,7 Punkten gerade noch an Polen (1072,4) mit Superstar Kamil Stoch vorbei auf Rang zwei. Zum Gold-Coup wie vier Jahre zuvor in Sotschi fehlten Wellinger, Richard Freitag, Karl Geiger und Stephan Leyhe aber umgerechnet zwölf Meter. Dennoch durfte sich das Quartett über die vierte deutsche Schanzen-Medaille der Winterspiele freuen. 

Wellinger, der als einziger aus dem Siegerquartett von 2014 verblieben war, gewann zudem als erster deutscher Skispringer dreimal Edelmetall bei einer Olympia-Ausgabe. Für Freitag, Geiger und Leyhe war es das erste Olympia-Edelmetall überhaupt.

 

Quelle: DOSB

20. Februar 2018

Ergebnisse des neunten Tages

Biathlet Simon Schempp fehlten nur wenige Zentimeter im Ziel des Massenstarts, um Silber sogar noch in Gold zu verwandeln. Der Weltmeister musste sich im Sprint nach 15 km im Fotofinish nur dem französischen Verfolgungs-Olympiasieger Martin Fourcade geschlagen geben, der im Ziel eine Fußspitze Vorsprung hatte. Bronze ging an Sotschi-Sieger Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Erik Lesser verpasste die Bronzemedaille um 0,4 Sekunden und wurde Vierter. Dahinter rundete Benedikt Doll, der in der Verfolgung Bronze gewonnen hatte, auf dem fünften Platz ein starkes deutsches Ergebnis ab. Arnd Peiffer, Olympiasieger im Sprint, wurde 13.

Vier Jahre nach den Winterspielen von Sotschi, wo die deutschen Bobpiloten erstmals nach 50 Jahren ohne Medaille geblieben waren, sind alle drei Bobs in PyeongChang noch ausgezeichnet im Rennen. Nico Walther liegt mit seinem Anschieber Christian Poser nach zwei von vier Läufen eine Zehntelsekunde vor dem Kanadier Justin Kripps. Auch ein Sturz nach der letzten Kurve konnte die Bestzeit des deutschen Bobs nicht verhindern. Als Dritter weitere neun Hundertstel zurück folgt Johannes Lochner mit Anschieber Christopher Weber. Auch Serien-Weltmeister Francesco Friedrich hat mit Anschieber Thorsten Margis als Fünfter nur eine Zehntelsekunde Rückstand auf Lochner.

Im dritten Anlauf ist der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft in Pyeongchang der erste Sieg bei Winterspielen seit 16 Jahren gelungen. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm bezwang zum Vorrundenabschluss Norwegen mit 2:1 nach Penaltyschießen und sicherte sich in der Gruppe C den dritten Platz. Gegner im K.o.-Spiel am Dienstag um den Einzug ins Viertelfinale ist die Schweiz. Das entscheidende Tor im Penaltyschießen erzielte Patrick Hager.

Die deutsche Männer-Staffel ist bei den olympischen Skilanglauf-Wettbewerben wie schon das Frauen-Team am Samstag auf Rang sechs gelaufen. Startläufer Andreas Katz verlor schnell den Anschluss und kam mit 1:14 Minuten Rückstand zum Wechsel. Das konnten Thomas Bing, Lucas Bögl und Jonas Dobler nicht mehr aufholen. „Die Platzierung geht in Ordnung. Am Ende war es ein gutes Ergebnis“ sagte Langlauf-Chef Andreas Schlütter. „Es gibt vier Leute in der Staffel, die Jungs gewinnen und verlieren zusammen.“

Der österreichische Ski-Superstar Marcel Hirscher hat nach seinem Sieg in der Kombination sein zweites Gold gewonnen. Der 28-Jährige gewann den Riesenslalom mit 1,27 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Henrik Kristoffersen sowie dem Franzosen Alexis Pinturault. Linus Strasser fuhr als bester Deutscher mit der viertbesten Laufzeit des zweiten Durchgangs von Rang 30 auf 22 vor. Fritz Dopfer landete auf Platz 26, Olympia-Debütant Alexander Schmid schied aus.

Nao Kodira hat das erste olympische Frauen-Gold für Japan im Eisschnelllauf gewonnen. Die Weltmeisterin setzte sich im Gangneung Oval in der olympischen Rekordzeit von 36,94 Sekunden vor Lee Sang-Hwa durch und verhinderte damit das Gold-Triple der Südkoreanerin, die 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi triumphiert hatte. Die Erfurterin Judith Dannhauser, einzige Deutsche auf der kürzesten Strecke, belegte in 38,53 Sekunden den 16. Platz.

Stephan Leyhe hat überraschend den vierten Startplatz im deutschen Skisprung-Team für den Mannschaftswettbewerb der Olympischen Winterspiele erobert. Der Willinger verdrängte am Sonntag mit drei guten Trainingssprüngen Markus Eisenbichler aus dem Aufgebot. Olympiasieger Andreas Wellinger, Richard Freitag und Karl Geiger waren für die Entscheidung von der Großschanze am Montag gesetzt.

Quelle: DOSB

19. Februar 2018

Hallen-Bestleistung für Neele Eckhardt

Bevor die Helmut-Körnig-Halle in Dortmund umgebaut und auf sechs Rundbahnen erweitert wird, wurden dort am Samstag und Sonntag die Titel der Deutschen Hallenmeisterschaft vergeben. Für die Sportler ist die Hallen-DM die erste wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur EM nach Berlin.

Im Dreisprung erwischte Studenten-Weltmeisterin Neele Eckhardt (LG Göttingen) in Runde eins ihren besten Versuch und segelte auf eine neue Hallen-Bestweite von 14,13 Metern. „In der Sommersaison möchte ich meine Bestweite von 14,35 Metern angreifen“, sagte die Jura-Studentin, die ihren ersten Titel feierte. Auf Rang zwei verbesserte sich die U23-EM-Achte Jessika Maduka (ART Düsseldorf) auf 13,81 Meter. Wegen einer Grippe nicht am Start war Hallen-Europameisterin Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz).

Quelle: Leichtathletik

19. Februar 2018

Ergebnisse des achten Tages

Skispringer Andreas Wellinger hat eine Woche nach seinem Triumph von der Normalschanze bei den Winterspielen in Pyeongchang Silber von der Großschanze gewonnen. Der 22 Jahre alte Ruhpoldinger musste sich nach zwei Durchgängen dem Polen Kamil Stoch um 3,4 Punkte geschlagen geben, der in Sotschi von beiden Schanzen triumphiert hatte. Der Oberstdorfer Karl Geiger und Richard Freitag aus Aue bescherten dem deutschen Team auf den Positionen sieben und neun zwei weitere Top-10-Plätze. Markus Eisenbichler aus Siegsdorf landete auf Rang 14. Stoch ist nunmehr der fünfte Skispringer der olympischen Geschichte mit mindestens dreimal Gold.

Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat bei ihren ersten Olympischen Spielen Silber gewonnen. Die 23-Jährige aus Winterberg lag nach vier Läufen 0,45 Sekunden hinter der Britin Lizzy Yarnold, die ihren Triumph von Sotschi wiederholte. Bronze holte Yarnolds Teamkollegin Laura Deas. Die Weltmeisterschafts-Zweite Tina Hermann und Anna Fernstädt fuhren auf die Plätze fünf und sechs.

Beim überlegenen Sieg der Slowakin Anastasiya Kuzmina sind die deutschen Biathletinnen im Massenstartrennen erstmals leer ausgegangen. Beste des Quartetts war Denise Herrmann als Elfte vor Franziska Preuß. Laura Dahlmeier, die Gold im Sprint und in der Verfolgung sowie Bronze im Einzel gewonnen hatte, belegte nach zwei Fehlern im Liegendschießen Rang 16. 

Die Tschechin Ester Ledecka hat im Super-G die Goldmedaille gewonnen und für eine der größten Überraschungen der alpinen Olympia-Geschichte gesorgt. Die amtierende Snowboard-Weltmeisterin schnappte mit Startnummer 26 der Österreicherin Anna Veith den zweiten Olympiasieg nach 2014 mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung weg. Viktoria Rebensburg erreichte zwei Tage nach ihrem vierten Platz im Riesenslalom Rang zehn.

Die deutschen Skilangläuferinnen haben in der Staffel über 4×5 km beim Sieg Norwegens um Rekordfrau Marit Björgen den sechsten Platz belegt. Stefanie Böhler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sandra Ringwald lagen 1:49,4 Minuten hinter den Siegerinnen. Björgen brach mehrere Bestmarken: Als erste Wintersportlerin der Geschichte gewann sie zum siebten Mal Olympiagold, mit insgesamt 13 Medaillen zog sie zudem mit Rekordhalter und Landsmann Ole Einar Björndalen gleich. Björndalen holte seine Erfolge im Biathlon.

Nach zwei Stürzen in zwei Rennen ist die deutsche Shorttrackerin Anna Seidel bei den Winterspielen in Pyeongchang im Halbfinale über 1500 m ausgeschieden. Die 19-Jährige erreichte mit dem Einzug in die zweite Runde ihr Teilziel. Gold ging an Lokalmatadorin Choi Minjeong.

Der japanische Eiskunstläufer Yuzuru Hanyu hat sein zweites Olympia-Gold in Folge gefeiert. In der Kür am Samstag verteidigte der Weltmeister seine Führung aus dem Kurzprogramm und wiederholte seinen Triumph von Sotschi 2014. Der Berliner Paul Fentz wurde 22. Hanyu ist der erste Einzelläufer seit dem US-Amerikaner Dick Button 1948 und 1952, der zweimal nacheinander Olympia-Gold gewann.

Die Ski-Freestylerinnen Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud haben im olympischen Slopestyle-Wettbewerb für einen Schweizer Doppelsieg gesorgt. Kea Kühnel verpasste bei ihrem Olympia-Debüt als 18. der Qualifikation das Finale der besten Zwölf.

 

Quelle: DOSB

19. Februar 2018

Ergebnisse des siebten Tages

Das Team Deutschland ist bei den Olympischen Winterspielen von PyeongChang am siebten Wettkampftag erstmals ohne Medaille geblieben.
Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin Claudia Pechstein hat bei den Winterspielen in Pyeongchang ihre insgesamt zehnte Olympiamedaille deutlich verpasst. Die 45-Jährige lief im Gangneung Oval der Eisschnellläufer auf ihrer Paradestrecke über 5000 m auf Platz acht. Gold gewann die Niederländerin Esmee Visser.

Der Österreicher Matthias Mayer hat die norwegische Siegesserie im olympischen Super-G durchbrochen. Der Abfahrts-Olympiasieger von Sotschi sicherte sich in Jeongseon die zweite Goldmedaille für Österreichs Skirennläufer. Als bester Deutscher wurde Andreas Sander Achter, Thomas Dreßen landete auf Rang zwölf. Josef Ferstl auf Position 27.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verlor auch ihr zweites Spiel. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm unterlag dem Weltmeister Schweden trotz einer deutlichen Leistungssteigerung und zahlreichen Torchancen mit 0:1. Im letzten Vorrundenspiel am Sonntag gegen Norwegen geht um Platz drei in der Gruppe C und damit um eine gute Ausgangsposition für das K.o.-Spiel um den Viertelfinaleinzug am Dienstag.

Ski-Rennläuferin Mikaela Shiffrin verpasste ihr zweites Olympia-Gold binnen 24 Stunden. Einen Tag nach ihrem Sieg im Riesenslalom musste sich die favorisierte US-Amerikanerin im Slalom beim Sieg der Schwedin Frida Hansdotter mit Rang vier begnügen. Von den deutschen Läuferinnen kam nur Marina Wallner als 19. ins Ziel. Christina Geiger schied im zweiten Lauf aus. Für Lena Dürr war der erste Durchgang bereits nach acht Sekunden beendet.

Der Koreaner Yun Sung Bin hat Gold im Skeleton gewonnen. Auf seiner Heimbahn triumphierte der Gesamtweltcupsieger mit 1,63 Sekunden Vorsprung. Medaillenhoffnung Axel Jungk musste sich mit dem siebten Platz begnügen. Direkt dahinter landeten Christopher Grotheer und Alexander Gassner auf den Rängen acht und neun.

Die Italienerin Michaela Moioli hat bei den Winterspielen im Snowboardcross triumphiert. Jana Fischer schied als einzige deutsche Starterin im Viertelfinale aus.

 

Quelle: DOSB

16. Februar 2018

Ergebnisse des sechsten Tages

Am sechsten Wettkampftag der Olympischen Winterspiele erfüllten sich die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot bei der Paarlauf-Entscheidung den kaum noch für möglich gehaltenen Traum von der Goldmedaille. Die Weltmeisterschafts-Zweiten aus Oberstdorf, nach dem Kurzprogramm auf Rang vier, gewannen nach der besten Kür ihrer Karriere vor den chinesischen Weltmeistern Sui Wenjing/Han Cong und Meagan Duhamel/Eric Radford aus Kanada. 159,31 Punkte für ihre Vorstellung hat bislang kein anderes Paar erzielt. Annika Hocke und Ruben Blommaert blieben in ihrem ersten olympischen Kürfinale auf Rang 16. 

Die deutschen Rennrodler haben mit dem erneuten Sieg in der Teamstaffel einen glänzenden Abschluss gefeiert und die insgesamt 1000. Goldmedaille der Winterspiel-Geschichte geholt. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger, der Olympiadritte Johannes Ludwig sowie die Doppelsitz-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt gewannen den 2014 eingeführten Wettbewerb im Alpensia Sliding Centre vor Kanada und Österreich. Damit haben die Athleten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland in vier Rennen sechs Medaillen geholt.

Auch Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier gewann in Pyeongchang ihre nächste Biathlon-Medaille. Die 24-jährige Partenkirchnerin, die im Sprint und in der Verfolgung triumphiert hatte, holte im Einzel über 15 km Bronze hinter der schwedischen Überraschungssiegerin Hanna Öberg und der laufstarken Slowakin Anastasiya Kuzmina. Sie lag damit einen Rang vor Franziska Preuß, die fehlerfrei schoss. Franziska Hildebrand landete auf Rang neun, Maren Hammerschmidt auf Platz 17. Im fünften Rennen der Biathleten war es die fünfte Medaille für Deutschland.

Dagegen ging das Team der Biathlon-Männer beim Einzel-Rennen über 20 km leer aus. Sotschi-Silbergewinner Erik Lesser war als Neunter bester Deutscher. Arnd Peiffer, Sieger im Sprint, kam nach drei Fehlern beim zweiten Liegendschießen auf Rang 21. Simon Schempp wurde 36., Johannes Kühn , der den Verfolgungs-Dritten Benedikt Doll ersetzte, fuhr auf Platz 58.

Wenige Wochen nach seinem Sensationssieg in Kitzbühel hat Abfahrer Thomas Dreßen die Krönung seiner Traumsaison verpasst. Der 24-Jährige vom SC Mittenwald schlug sich auf der „Jeongseon Downhill“-Strecke am Berg Gariwang beim Olympiasieg von Routinier Aksel Lund Svindal sehr achtbar, musste sich aber nach einer, wie er selbst befand, etwas zu braven Fahrt mit dem fünften Platz zufrieden geben. 

Auch Andreas Sander verpasste als guter Zehnter eine Überraschung. „Mir hat etwas Grip auf dem Außenski gefehlt, das war technisch nicht ganz sauber. Es hat die letzte Entschlossenheit gefehlt“, sagte er. Sepp Ferstl wurde 25.

Trotz einer Aufholjagd im zweiten Durchgang hat Viktoria Rebensburg ihre dritte Medaille im Riesenslalom bei Olympischen Spielen knapp verpasst. Nach Rang acht im ersten Lauf erreichte die als Favoritin gestartete Olympiasiegerin von Vancouver 2010 Rang vier. Auf die Bronzemedaille fehlten Rebensburg zwölf Hundertstelsekunden. 

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kehrte nach acht Jahren mit einer Niederlage auf das olympische Eis zurück. Im ersten Vorrundenspiel unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm dem sechsmaligen Medaillengewinner Finnland mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1).

Der Weltmeisterschaftsdritte Patrick Beckert verpasste beim ersten nicht-niederländischen Eisschnelllauf-Sieg in Pyeongchang die Medaillenränge über die 10.000 m. Der 27-Jährige belegte beim Goldlauf des kanadischen Weltrekordhalters Ted-Jan Bloemen Platz sieben. Moritz Geisreiter wurde Neunter.

Über 10 km im freien Stil der Langläuferinnen war die frühere Junioren-Weltmeisterin Victoria Carl (Zella-Mehlis) auf Rang 19 Beste aus Team Deutschland. Stefanie Böhler (Ibach) und Sandra Ringwald (Schonach) belegten die Plätze 25 und 26. „

Der französische Snowboardcross-Weltmeister Pierre Vaultier hat sein zweites Gold in Folge gewonnen. Martin Nörl belegte als bester Deutscher Platz acht. Paul Berg war in seinem Viertelfinale in einen Sturz verwickelt und daher chancenlos. Der dritte deutsche Starter Konstantin Schad schied als Vierter seines Achtelfinals aus.

 

Quelle: DOSB