Archiv: Juli 2017

17. Juli 2017

Nominierung zu den Judo-Weltmeisterschaften in Budapest

Nach dem heimischen European Cup in Saarbrücken hat der Deutsche Judo-Bund (DJB) die Nominierung zu den Judo-Weltmeisterschaften, die vom 28. August bis zum 3. September 2017 in Budapest (Ungarn) stattfinden, bekannt gegeben. In den Einzelwettbewerben gehen neun Frauen und neun Männer an den Start. Von den Athleten des BSP Judo in Hannover sind mit dabei:

-73 kg: Igor Wandtke, Judo-Team Hannover / Niedersachsen
-90 kg: David Tekic, TH Eilbeck / Hamburg
-100 kg: Dimitri Peters, Judo-Team Hannover / Niedersachsen

Der Mannschaftswettbewerb am Abschlusstag der Weltmeisterschaften wird erstmals als Mixed-Team-Competition ausgetragen mit jeweils drei Gewichtsklassen bei den Frauen und Männern. Dieser Wettbewerb wird auch bei den Olympischen Spielen in Tokio neu in das Programm aufgenommen.

Quelle: Judobund

17. Juli 2017

Alexej Mikhailov holt Hammer-Bronze im Zentimeter-Krimi

Alexej Mikhailov hatte im Zentimeter-Krimi das Glück auf seiner Seite. Der Hammerwerfer gewann bei den U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) mit 70,60 Metern Bronze. Er lag nur einen Zentimeter vor dem Viertplatzierten.

Alexej Mikhailov (Hannover 96) war gar nicht mehr zu halten. Mit der deutschen Fahne über den Schultern setzte er zur wohl schnellsten Ehrenrunde eines Hammerwerfers aller Zeiten an und feierte wie entfesselt seine Bronzemedaille. Als er die Kugelstoßanlage passierte, klatschte er sich noch mit Simon Bayer (VfL Sindelfingen) ab, der kurz zuvor mit Bestleistung von 19,30 Metern Fünfter geworden war. „Ich bin richtig happy und danke meinem Vater und Trainer sowie dem ganzen ärztlichen Team“, jubelte der Sportsoldat ausgelassen.

Es schien so, als wäre Alexej Mikhailov eine Tonnenlast von den breiten Schultern gefallen. Schließlich entwickelte sich das Finale zu einer Nervenschlacht. Die ganz großen Weiten blieben aus, sodass alle Finalisten bis zum sechsten Versuch die Chance auf den Sieg hatten. Als der Hannoveraner zum finalen Wurf ansetzte, hatte er Bronze schon sicher. Mit 70,60 Metern hatte er einen Zentimeter Vorsprung auf den Briten Taylor Campbell. Zum Abschluss zeigte Alexej Mikhailov den wohl weitesten Wurf der Konkurrenz. Der 7,26-Kilo-Hammer schlug bei etwa 73,50 Metern ein – doch leider rund einen halben Meter außerhalb des Sektors. So gingen Gold und Silber an die Ungarn Bence Halasz (73,30 m) und Bence Pasztor (71,51 m).

„Da haben alle gesehen, was ich drauf habe“, sagte der Hannoveraner. Doch er hatte an diesem Abend in Bydgoszcz nicht Gold verloren, sondern Bronze gewonnen. Das zeigte Alexej Mikhailov auch mit einem breiten Lachen. Zu gern hätte er zwar in den ersten Versuchen gleich eine starke Weite angeboten, doch „da habe ich keinen Wurf richtig getroffen“. Am Ende habe ihm dann die Kraft gefehlt. „Die Qualifikation hat schon Substanz gekostet“, sagte der 21-Jährige. Am Donnerstag hatte die Ausscheidung rund anderthalb Stunden unterbrochen werden müssen, da drei Stangen des Wurfkäfigs umgefallen waren. Im Finale lief dann alles glatt – und förderte die Sprintqualitäten von Alexej Mikhailov auf Ehrenrunden zutage.

Quelle: Leichtathletik

12. Juli 2017

96 deutsche Nachwuchsathleten reisen nach Györ

Unter dem Motto „Wir für Deutschland“ fährt das Jugend Team Deutschland mit 96 jungen deutschen Nachwuchsathletinnen und -athleten zum diesjährigen European Youth Olympic Festival (EYOF), das vom 23. bis 29. Juli in der ungarischen Stadt Györ stattfindet. In zehn Sportarten werden Nachwuchssportler/innen im Alter von 13 bis 17 Jahren aus ganz Europa aufeinander treffen und erste olympische Erfahrungen sammeln. Immer an ihrer Seite wird das offizielle Maskottchen Hahn „Hugoo“ sein.

Das Team Deutschland ist in Györ in den Sportarten Basketball, Handball, Judo, Kanu, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Tennis, Turnen und Volleyball vertreten. Neben den  96 Sportlerinnen und Sportlern  reisen 17 Betreuer und 4 Referees [Basketball (1), Volleyball (1) und Turnen (1/1)] nach Ungarn. Die Jüngste im deutschen Team ist die 13 Jahre alte Schwimmerin Kim Kristin Krüger (SG Dortmund), der Älteste der 17 Jahre alte Turner Maurice Étienne Praetorius (KTV Chemnitz).

Aus Niedersachsen mit dabei sind Nina Melissa Reosemeyer (Wolfpack Wolfenbüttel/Basketball), Veit Mävers (TSV Burgdorf/Handball), Laila Göpbel ( Judo-Team Hannover/Judo), Josefine Klisch ( LG Peiner Land/ Leichtathletik), Lukas Knölker ( SGS Hannover/Schwimmen), Sven Schwarz ( W98 Hannover/Schwimmen) und Linda Bock ( RC Borken-Hoxfeld/Volleyball).

Sabine Krapf, Chefin de Mission der deutschen Mannschaft, sagt: „Wir gehen ohne Zielvorgabe an den Start. Für unsere Nachwuchsathleten ist es das erste Mal, dass sie olympische Luft schnuppern, und wenn sie dabei um Medaillen mitkämpfen können, umso besser“. Besonderen Wert legt Krapf auch auf die Erfahrungen und Eindrücke abseits der Wettkämpfe. „Vor allem das Zusammenleben im Olympischen Dorf mit Teilnehmern aus 50 anderen europäischen Ländern wird für viele ein Highlight und unvergessliches Erlebnis werden.“

Den Auftakt wird die große Eröffnungszeremonie am 23. Juli im ETO Park in Györ bilden. Highlights werden die Entzündung der EYOF-Flamme sowie die Auftritte international erfolgreicher Künstler wie der Rope-Skipping Weltmeisterin Adrienn Bánhegyi, DJ Steve Aoki, der Györ Ballet Company oder der Band „The Biebers“ sein, die auch den offiziellen Song vorstellen werden. Bis zur Schlussfeier am Abend des 29. Juli stehen dann sechs spannende Wettkampftage auf dem Programm, bei denen die deutschen Talente ihr Können zeigen dürfen. 

Weitere Informationen zum EYOF 2017 in Györ finden sie unter: www.gyor2017.hu 

 

Quelle: DOSB

10. Juli 2017

Bronze für Julius Peschel in Luzern

Der Leichtgewichts-Männer-Vierer (LM4-) mit Patrick Stöcker, Sven Keßler, Jonathan Koch und Julius Peschel (DRC Hannover) konnte am ersten Wettkampftag des World Rowing Cups im schweizerischen Luzern sich im Vorrennen den 3. Platz sichern, den sie auch im folgenden A-Finale hinter den Boten aus Italien und Russland verteidigten.
Nach der kurzfristigen, verletzungsbedingten Absage von Charlotte Reinhardt ging der Frauen-Doppelvierer ersatzgeschwächt an den Start. Sie wurde kurzfristig durch Julia Richter ersetzt. Dies hatte zur Folge, dass der 2x Richter / Arnold nicht starten konnte.
Die Vorgabe des Trainers Marcin Witkowski, sich vom Start weg an die Polen zu hängen, ging nicht ganz auf – nach 500 m lag der Doppelvierer mit Frieda Hämmerling, Daniela Schultze, Frauke Hundeling (DRC Hannover) und Julia Richter etwa 2,5 Sekunden zurück. Bei der 1000 m Marke war der Rückstand auf fünf Sekunden angewachsen. Doch dann startete die Aufholjagd des deutschen Quartetts, am Ende fehlte nur eine halbe Bootslänge zur Bronzemedaille.

Nach Platz vier in Poznan wollte der Frauen-Doppelzweier mit Carlotta Nwajide (DRC Hannover) und Julia Leiding im B-Finale noch einmal angreifen. Die Schützlinge von Premysl Panuska kamen gut vom Start weg, bei der 1000 m Marke lagen sie eine knappe Bootslänge hinter den Führenden aus Italien. Auf dem letzten Streckenabschnitt schlossen Griechenland und Tschechien auf das deutsche Boot auf, es kam zum Schlussspurt. Am Ende wurde es Platz vier für Carlotta und Julia. „Bestes Rennen. Wir freuen uns, dass wir die Holländer schlagen konnten, die bei der EM noch vor uns waren. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns in den kommenden Wochen noch verbessern können.“

Quelle: DRV / LRVN
Foto: DRV/Seyb 

4. Juli 2017

51 DRV-Athleten beim WM-Test in Luzern am Start

Der DRV-Tross reist mit 51 Athleten für den Weltcup vom 07. – 09. Juli nach Luzern (Schweiz). Nach Poznan ist es für die deutsche Nationalmannschaft in diesem Jahr erst die zweite Weltcup-Station, da Belgrad im Mai ausgelassen wurde. Auf dem Rotsee gilt es, die Weichen für das Saisonhighlight, die Weltmeisterschaft Ende September in Sarasota (Florida), zu stellen.

„Luzern ist die letzte Standortbestimmung und vor allem für die jungen Mannschaften ein wichtiger Baustein im Hinblick auf die WM in Florida. Danach beginnt die lange Trainingsphase als Vorbereitung“, erklärt Cheftrainer Marcus Schwarzrock und ergänzt: „Im Vergleich zu der EM in Racice und dem letzten Weltcup in Poznan sind traditionsgemäß beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee alle großen und erfolgreichen Nationen vertreten, das macht es spannend. Leider hatten wir in den letzten beiden Wochen krankheitsbedingt einige Trainingsausfälle zu verzeichnen.“

Sportdirektor Mario Woldt sieht dem finalen Test in Luzern trotz der Krankheitsfälle positiv entgegen. „Insbesondere die Ergebnisse, die bei den Regatten von Amsterdam und Henley durch deutsche Mannschaften erzielt wurden, stimmen mich optimistisch.“

Sechs niedersächsische Ruderinnen und Ruderer sind in der DRV-Auswahl für Luzern vertreten:

SM 2x  Samuel Tieben (SV Scharnebeck RA)

SF 4x-  Frauke Hundeling (DRC Hannover)

SF 2x  Carlotta Nwajide (DRC Hannover)

SF 2x  Marie-Cathérine Arnold  (Hannoverscher RC)

SM 4- LG  Julius Peschel (DRC Hannover)

SF 2-  Melanie Hansen (Celler RV)

 

Quelle: DRV
Foto:    DRV

4. Juli 2017

Judo EM-U18 in Kaunas

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) hat zur U18-Europameisterschaft 19 Nachwuchstalente nach Kaunas/Litauen entsandt. Für einige der jungen Judoka war es die erste Europameisterschaft. Nach Abschluss der drei Wettkampftage konnten die Sportler sich neben den gewonnenen Medaillen über Platz drei der Nationenwertung freuen..

Jana Gussenberg, (JC Osnabrück), die sich vorher gegen eine niederländische und polnische Konkurrentin durchsetzen konnte traf im Halbfinale der 48 kg-Klasse auf Nationalmannschaftskameradin Mascha Ballhaus (Hamburg). In einem spannenden Kampf konnte sich Ballhaus letztendlich mit einer Wazaari-Wertung durchsetzen und in das Finale einziehen, das sie ebenfalls für sich entscheiden konnte. Jana Gussenberg traf nach der Halbfinalniederlage auf die Weißrussin Makretskaya. Gussenberg dominierte diesen Kampf deutlich und beendete den Kampf vorzeitig mit Ippon und durfte sich über Bronze freuen. Es ist die erste Medaille auf dieser Ebene für sie.

Hanna Rollwage (+70 kg) startete mit einem Sieg gegen eine Ukrainerin in das Turnier. In Runde zwei erwies sich die Französin Fuseau als zu stark. Das schmälerte ihren Kampfgeist jedoch nicht. In der Trostrunde stand sie nach zwei Siegen gegen polnische und hiesige Athletinnen im Kampf um Edelmetall. Dort konnte Rollwage einen weiteren ungefährdeten Sieg gegen die Kroatin Vukovic einfahren und die Bronzemedaille gewinnen!

Zum Abschluss der Europameisterschaft fand der Teamwettkampf statt. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) stellte je ein männliches und ein weibliches Team. Dabei sorgten vor allem die jungen Damen für spektakuläre Kämpfe und Herzschlagmomente.

Nach Platz eins in der Einzelwertung der Frauen konnte auch in der Mannschaftswertung überzeugt werden. Frankreich und Russland kamen jeweils auf den dritten Platz. Damit haben sich die jungen Damen auch für die Mannschaftswettbewerbe des European Youth Olympic Festival und der WM U18 qualifiziert.

Quelle: DJB
Foto:  EJU – Carlos Ferreira

4. Juli 2017

Deutsche Rollstuhlbasketballer holen Silber und Bronze bei der EM

Fünf Medaillen für Niedersachsen

„Gleich drei Attribute verbinden Linda Dahle, Andrea Seyrl, Oliver Jantz, Phillip Schorp und Jan Sadler. Alle spielen Rollstuhlbasketball. Alle trainieren am Paralympischen Trainingsstützpunkt des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN) und vor allem: alle sind Medaillengewinner der Europameisterschaft, die gestern endete“, freut sich BSN-Präsident Karl Finke.

Die EM der Damen und Herren fand parallel auf Teneriffa (Spanien) statt. Die Damen mussten sich im Finale dem Titelfavoriten aus den Niederlanden mit 46 : 56 geschlagen geben und brachten Silber mit nach Hannover.

Auch bei den Herren hieß der Gegner im Spiel um Platz drei Niederlande. In einem nervenaufreibenden Spiel setzte sich das deutsche Team mit 61 : 56 durch und gewann Bronze.

„Ich bin absolut stolz auf unsere Spielerinnen und Spieler. Die Nominierung für die EM ist die Belohnung für die harte Trainingsarbeit. Die Medaillengewinne das I-Tüpfelchen“, so BSN-Trainer Martin Kluck. Besonders hervorzuheben: die fünf Spieler werden nicht nur am Paralympischen Trainingsstützpunkt gefördert, sondern spielen auch allesamt für den Bundesligisten Hannover United.

Alle Spielerinnen und Spieler trainieren am Paralympischen Trainingsstützpunkt Nord (PTS) in Hannover und beim Bundesligisten Hannover United. Stützpunkttrainer Martin Kluck und Uwe Rosner (Athletiktraining) stehen dabei in engem Austausch miteinander, mit den Sportlern und dem Erstligisten Hannover United.

Der PTS Nord hat zwei Standorte: Hamburg und Hannover. Die Rahmenbedingungen in Hannover sind für Rollstuhlbasketballer ideal. Oliver Jantz lebt dort im Lotto-Sportinternat. Auch Andrea Seyrl und Jan Sadler haben bis zu ihrem Schulabschluss hier gewohnt. Sadler und Teamkollege Phillip Schorp nutzen beide die Vorzüge der Sportler-WG des Olympiastützpunktes Niedersachsen mit ihrer Lage mitten im Sportpark Hannover.

Quelle: BSN
Foto:  Werner Schorp