Archiv: November 2016

30. November 2016

Sperrung Zufahrt Sportleistungszentrum Hannover

Im Rahmen der Ausbauarbeiten des Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Wegs wird dieser am kommenden Mittwoch, 07.12.2016, für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Ob in den Abendstunden eine Zufahrt zum Sportleistungszentrum wieder möglich ist, steht zur Zeit noch nicht fest.

24. November 2016

5. Beiratssitzung Spitzensport

Bei der jährlichen Beiratssitzung Spitzensport tauschten sich hochrangige Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, der niedersächsischen Polizeiakademie mit dem  Vorstandsvorsitzenden des LSB Niedersachsens Herrn Rawe und der Laufbahnberaterin des Olympiastützpunktes Frau Schindler intensiv über die aktuelle Situation der Spitzensportler/innen, die bei der Polizei ein Studium absolvieren oder in den Dienststellen arbeiten, aus.

In diesem informativen Forum ging es dieses Jahr besonders um die möglichen Auswirkungen der Leistungssportreform. 

Das niedersächsische Konzept für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler im Polizeidienst ist nach Ansicht des Beirates eines der besten in Deutschland und bietet eine optimale Möglichkeit Ausbildung und Spitzensport zu verbinden.

Mehr Informationen: http://www.polizei-studium.de/downloads/FB_Sport.pdf

18. November 2016

Publikums-Bambi an Olympiahelden Andreas Toba

Hochemotional und für den Kunstturner Andreas Toba völlig überraschend verlief am Donnerstagabend in Berlin die Vergabe des Publikums-Bambis: Der Kunstturner vom TK Hannover hatte das olympische Sportpublikum mit seiner Willensleistung in der Olympiaqualifikation von Rio derart beeindruckt, als er trotz eines eben zuvor am Boden zugezogenen Kreuzbandrisses ans Pauschenpferd trat und unter Schmerzen seiner Mannschaft die beste Übung des Teams vorlegte, unter dem Motto: “ … hey, Jungs, nicht aufgeben! Kämpfen!“ Und tatsächlich motivierte das das ganze Männer-Turn-Team Deutschland, das danach den Einzug ins olympische Mannschaftsfinale schaffte!
Einmal mehr wurde damit der Beweis angetreten, welche Gefühle und Emotionen durch den Sport ausgelöst werden, welche Charaktereigenschaften ihm innewohnen und, dass es keineswegs allein das Streben nach der Topleistung oder der Medaillenrausch sind, die die Werte des Sports ausmachen.
 
Weitere Bambis aus dem Sportbereich gingen an Tennis-Star Angelique Kerber (Kategorie Sport), Ex-DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger (Ehrenpreis der Jury) und an Fußball-Bundestrainer Joachim Löw (Integration).
Der völlig überraschte Andreas Toba brach in seinen Dankesworten auch eine Lanze für seine „wunderschöne Sportart Turnen“ und verwies auf den Mangel an adäquater medialer Darstellung und Beachtung in deutschen Sportsendungen.

Quelle: Gymmedia

15. November 2016

Forschungsprojekt „Safe Sport“: Erste Daten zu sexualisierter Gewalt im Wettkampf- und Leistungssport sind veröffentlicht.

Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln und des Universitätsklinikums Ulm untersuchen aktuell im Forschungsprojekt „Safe Sport“ die Häufigkeiten und Formen von sexualisierter Gewalt im Wettkampf- und Leistungssport sowie den Umsetzungsstand von Maßnahmen zur Prävention und Intervention in Sportverbänden und -vereinen.

Bei einem Fachforum der Deutschen Sportjugend haben sie die ersten Ergebnisse des Projektes vor Verantwortlichen in Sportverbänden präsentiert. Das berichtete die DSHS.

 

Sexualisierte Gewalt kommt auch im Wettkampf- und Leistungssport vor, und zwar nicht häufiger oder seltener als in der Allgemeinbevölkerung – dies ist ein zentraler Befund des aus mehreren Teilstudien bestehenden Projektes. Rund 1.800 Kaderathleten/innen in Deutschland hatten sich an einer Online-Befragung beteiligt und dabei Fragen zu Erfahrungen von sexualisierter Gewalt im Sport beantwortet. Dabei liegt den Studien im Projekt „Safe Sport“ ein weites Begriffsverständnis zugrunde. Es werden neben sexualisierten Gewalthandlungen mit Körperkontakt auch solche ohne Köperkontakt oder grenzverletzendes Verhalten einbezogen.

 

Ein Drittel der befragten Kadersportler berichtet über Erfahrungen sexualisierter Gewalt.

Etwa ein Drittel aller befragten Kadersportler hat schon einmal eine Form von sexualisierter Gewalt im Sport (im Sinne der zuvor genannten weiten Definition) erfahren. Einer von neun der befragten Sportler hat schwere und/oder länger andauernde sexualisierte Gewalt im Sport erlebt. Dabei tritt sexualisierte Gewalt i.d.R. nicht isoliert auf, sondern gemeinsam mit anderen Gewaltformen (z.B. emotionale oder körperliche Gewalt). Die Mehrheit der betroffenen Athleten ist bei der ersten Erfahrung sexualisierter Gewalt im Sport unter 18 Jahre alt. „Die Daten bestätigen, dass Sportverbände und -vereine in der Verantwortung stehen, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierten Übergriffen zu optimieren“, sagte die Koordinatorin des Verbundprojektes, Dr. Bettina Rulofs, Deutsche Sporthochschule.

Ein großer

Teil der deutschen Sportverbände habe diese Notwendigkeit erkannt und verschiedene Maßnahmen zur Prävention und Intervention eingeführt. Dies ist das Ergebnis einer weiteren Teilstudie des Projektes, die z.Zt. den Umsetzungsstand von Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei zentralen Mitgliedsorganisationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) untersucht.

Deutsche Sportjugend und Landessportbünde als wichtige Impulsgeber für Prävention

Besonders die Deutsche Sportjugend und die Landessportbünde mit ihren Sportjugenden könnten auf Basis dieser Studie als wichtige Impulsgeber für die Einführung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen im Sport bezeichnet werden, heißt es in der Mitteilung. So haben z.B. alle Landessportbünde spezifische Ansprechpartner für die Prävention sexualisierter Gewalt benannt.

Auch in 80 Prozent der Spitzenverbände und in 54 Prozent der Sportverbände mit besonderen Aufgaben sind Ansprechpersonen vorhanden. Außerdem wurde das Thema in nahezu allen Bundesländern über die Landessportbünde in Qualifizierungsmaßnahmen für Trainer oder Übungsleiter verankert. Alle Landessportbünde sind dabei auch in der Bearbeitung und Beratung von Vorfällen und Verdachtsfällen im Sport aktiv. Seit 2010 wurden sie in mehr als 200 Fällen sexualisierter Gewalt kontaktiert, bei gut einem Drittel der Interventionen wurden auch die Strafverfolgungsbehörden eingebunden. Gut ein Fünftel der Fälle führte zu verbandsinternen rechtlichen Konsequenzen (wie z.B. Ausschluss oder Lizenzentzug).

 

Prävention an der Basis des Sports weiter ausbauen

An der Basis des Sports, in den rund 90.000 Sportvereinen, bestehe allerdings noch Bedarf für die Sensibilisierung zum Thema und die konkrete Umsetzung von Schutzmaßnahmen, heißt es. Im Rahmen einer repräsentativen Vereinsbefragung gab rund die Hälfte der befragten Vereinean, dass das Thema relevant für Sportvereine sei. Nur gut ein Drittel der Vereine setzt sich nach eigenen Angaben aktiv gegen sexualisierte Gewalt ein. Regelmäßige Schulungen zur Thematik werden nur in 9 Prozent der Vereine durchgeführt und nur jeder zehnte Verein hat einen spezifischen Ansprechpartner für die Prävention sexualisierter Gewalt oder für den Kinderschutz benannt. Der niedrige Umsetzungsstand von konkreten Präventionsmaßnahmen in den Vereinen sei angesichts der Ergebnisse aus der Athleten/innen-Befragung bedenklich, denn sexualisierte Gewalterfahrungen machten Athleten/innen am häufigsten im unmittelbaren Kontext des Vereins, sagt die Studie. Zugleich beinhalte die Vereinskultur wichtige Voraussetzungen für den Schutz vor sexualisierter Gewalt, denn – so zeigten es die Ergebnisse der Athleten/innen-Befragung – in

Vereinen mit einer klar kommunizierten „Kultur des Hinsehens und der Beteiligung“ sei das Risiko für Athleten/innen, sexualisierte Gewalt zu erfahren, signifikant geringer.

Das Forschungsprojekt „Safe Sport“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und

Forschung für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert (Oktober 2014 bis September 2017).

Die Verbundkoordination liegt bei Dr. Bettina Rulofs an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Das Projekt hat insgesamt drei Kooperationspartner: Deutsche Sporthochschule Köln (Institut für Soziologie und Genderforschung / Institut für Sportökonomie und Sportmanagement), Universitätsklinikum Ulm (Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie) und Deutsche Sportjugend (Ressort Jugendarbeit im Sport).

 

Quelle: DOSB-Presse 15. 11. 2016

 

https://www.dshs-koeln.de/uploads/tx_news/SafeSportBroschuere2016.pdf

 

 

14. November 2016

Vivian Herrmann Siebte bei der U23-EM

Starker Auftritt der deutschen Judokas bei den U23-Europameisterschaften in Tel Aviv. An beiden Wettkampftagen Tag holten die Kämpferinnen und Kämpfer des Deutschen Judo-Bundes (DJB) fünf Medaillen, davon eine goldene, eine silberne und drei bronzene.

Mit im deutschen Team waren Vivian Herrmann, Lea Püschel und David Tekic vom Stützpunkt in Hannover.

Vivian konnte in der 63 kg Klasse der Frauen den ersten Kampf gegen die Israelin Gili Sharir erst nach der gesamten Kampfzeit für sich entscheiden, musste sich dann aber der Österreicherin Magdalena Krassakova mit zwei Wertungen Rückstand geschlagen geben. In der Trostrunde traf sie auf ihre Teamkollegin Lea Reimann. Kurz vor Schluss konnte diese noch eine Technik ansetzen und werfen. Damit blieb für Vivian nur ein siebter Platz, Lea Reimann wurde Dritte.

In der nächst höheren Klasse traf Lea Püschel in Ihrem ersten Kampf auf die Griechin Elisavet Teltsidou. Diese hatte leider nach Ablauf der Kampfzeit eine Wertung mehr auf dem Scoreboard, Lea schied damit aus.

Auch David Tekic hatte nicht mehr Glück. Seinen Kampf gegen Firudin Dadashov aus Aserbaidschan konnte dieser noch vor Ende der Kampfzeit für sich entscheiden.

Quelle: DJB / EJU
Foto: EJU – Carlos Ferreira

13. November 2016

Begeisterte Ippon Girls und Boys in Hannover

Pauline Starke, Giovanna Scoccimarro, Tim Gramkow und Igor Wandtke als Trainerteam – das gibt es nicht alle Tage…

So zeigten sich die fast 90 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Norddeutschland auch sichtlich erfreut, den erfolgreichen Sportlern mal so richtig auf den Zahn fühlen zu dürfen.

Sie nutzten die Frage- und Autogrammstunde intensiv, sehr zur Freude der vier Topathleten.

Im sportlichen Programm wurden erfolgreiche Boden- und Standtechniken angeboten, die -mal mehr (w) mal weniger (m)- geübt und nachempfunden wurden. Daneben rundeten turnerische Elemente und Akrobatik den gelungenen Samstag ab.

„Hat echt Spaß gemacht!“ resümierte eines der Ippon Girls, das sich auf eine baldige Wiederholung freut.

Der Deutsche Judo-Bund hatte die Aktionen ins Leben gerufen um Nachwuchssportler langfristig für den Judosport begeistern. Im Vordergrund steht das gemeinsame Sporttreiben, Spaß und Action. 

Quelle: DJB
Foto: Ahrenhold