Archiv: Juli 2016

22. Juli 2016

DOSB-Studie zu Verletzungen

Der Olympiastarter von 2012, Christophe Lambert, führt zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Studie zum Thema Verletzungen durch.
Der Judosportler vom Verein Judo-in Holle hat mittlerweile seine sportliche Laufbahn beendet und ist als Arzt im Kilinikum Köln-Merheim für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie tätig.

Verletzungen sind für jeden Sportler unangenehm, egal ob Olympiastarter oder Breitensportler. Die Fragen, die sich nach einer Verletzung jeder stellt, sind immer wieder die gleichen: Wann kann ich wieder Sport machen? Und werde ich wieder genauso gut sein wie vor der Verletzung?

In der Studie soll mit Hilfe eines Fragebogens ergründet werden, welche Verletzungen in den einzelnen Sportart am häufigsten vorkommen, welche die längsten Ausfallzeiten sind und welche ein schlechtes Comeback haben. Aus den Ergebnissen sollen Präventionsprogramme für jede einzelne Sportart erstellt werden.

Weitere Informationen sind unter https://dokume.net/projects/lambert/ zu finden.

21. Juli 2016

Hippler und Hohmeier Jugend-Europameister im Doppel

Große Freude bei Tobias Hippler und Nils Hohmeier: Das Duo des Drittligisten TuS Celle gewann am Schlusstag der 59. Jugend-Europameisterschaften in Zagreb die Goldmedaille im Jungen-Doppel.

Die Links-Rechts-Kombination gab während der gesamten Veranstaltung lediglich zwei Sätze ab. „Der Titelgewinn ist verdient – ohne Wenn und Aber“, sagt Honorartrainer Lars Hielscher, der das Duo in der kroatischen Hauptstadt betreute.

Fünfte internationale Medaille in dieser Saison
Hippler und Hohmeier, die in dieser Saison bei internationalen Meisterschaften bereits Gold (Polen) und dreimal Bronze (Slowakei, Frankreich, Ungarn) gewannen sowie zudem deutscher Meister in Essen wurden, machen gar kein Geheimnis daraus, in Zagreb schon nach einer Medaille geschielt zu haben. „Aber an Gold hatte ich jetzt nicht gedacht“, verrät Tobias Hippler. Für Nils Hohmeier ist es zum Abschluss seiner Jugendzeit das dritte Edelmetall. Vor fünf Jahren holte der zukünftige Profi-Spieler mit der Schüler-Mannschaft in Kazan Gold und an der Seite von Darko Jorgic 2013 Silber im Schüler-Doppel.

Nur zwei Satzverluste während des gesamten Turniers
Der Einzug in das Endspiel gelang Sonntagmorgen durch einen 11:9, 12:10 und 11:7-Sieg gegen Cristian Pletea/Andreas Levenko (Rumänien/Österreich). Auch der anschließende Final-Erfolg gegen Daniele Pinto/Antonino Amato aus Italien, die fünf Tage zuvor noch Gold im Mannschafts-Wettbewerb gewannen, war nicht gefährdet. „Tobias und Nils sind im Aufschlag-Rückschlag-Spiel sehr gut, können selbstständig die Taktik während der Partie wechseln und sind deshalb nur schwer ausrechenbar“, verrät Hielscher.

Tobias Hippler sucht einen neuen Doppelpartner
Und was sagen die neuen Europameister selbst? „Wir spielen jetzt seit drei Jahren zusammen, kennen uns in- und auswendig“, stellt Hohmeier klar. „Im Spiel reden wir sehr viel miteinander, sprechen alles ab“, ergänzt Hippler. Letzter hat nun ein Problem, denn für Nils Hohmeier waren es altersbedingt die fünften und letzten Jugend-Europameisterschaften. „Jetzt muss ich mir einen neuen Doppelpartner für das nächste Jahr suchen.“ Der Linkshänder blickt gespannt nach vorne. „Bislang gibt es noch keine Bewerbungen“, merkte Tobias Hippler mit einem Augenzwinkern an.

Quelle: Marco Steinbrenner
Foto: Marco Steinbrenner

20. Juli 2016

U20-WM in Bydgoszcz

Im polnischen Bydgoszcz steigen vom 19. bis zum 24. Juli die U20-Weltmeisterschaften des Leichtathletik-Weltverbands IAAF. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat für die 16. Auflage der internationalen Titelkämpfe 65 Talente nominiert. 

Mit dabei sind in der 4×400 m-Staffel Fabian Dammermann von der LG Osnabrück, der diesjährige Deutsche Jugendhallenmeister  über 400m, sowie über 3.000 m Hindernis Jannik Seelhöfer vom SC Melle 03. Für beide stehen am Donnerstag die Vorläufe an.

Quelle: leichtathletik.de

18. Juli 2016

U18-EM in Tiflis

Eine Woche nach den kontinentalen Titelkämpfen in Amsterdam wurden vom 14. bis 17. Juli in Tiflis (Georgien) zum ersten Mal U18-Europameisterschaften ausgetragen. Mit der Einführung dieser Veranstaltung gleicht der Europaverband EAA sein Wettkampfprogramm an das des Weltverbandes IAAF an, der bereits seit 1999 Welt-Titelkämpfe für die U18 in den ungeraden Jahren durchführt. Die U18-Europameisterschaften finden nun alternierend dazu in den geraden Jahren statt und sind 2016 den Geburtsjahrgängen 1999 und jünger vorbehalten.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) beteiligte sich an der Premiere in der Hauptstadt von Georgien mit einem großen Aufgebot von 48 Nachwuchsathleten, von denen gleich neun in ihrer jeweiligen Disziplin auf den Plätzen eins bis drei der aktuellen europäischen U18-Bestenliste zu finden sind. Mit zehn Medaillen im Gepäck reiste die deutsche Mannschaft am Sonntagabend zurück. Die Nationenwertung konnte das deutsche Team (136 Punkte) vor dem europäischen Dauerrivalen Großbritannien (131,5 Punkte) und Frankreich (79 Punkte) für sich entscheiden.

Über 400 m Hürden konnte Tom Schröder von der SG Osterholzer LA sich bis in den Finallauf vorarbeiten und landete dort mit 52.54 s auf dem fünften Platz. Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim) qualifizierte  sich ebenfalls über 2.000 m Hindernis fürs Finale und wurde mit 6:59.57 s Elfte.      

Quelle: leichtathletik.de

18. Juli 2016

Gold für Tim Gramkow in Polen

Am Wochenende fand der European Cup der Männer und Frauen U21 im polnischen Gdynia statt.

Sehr gut besetzt war sie, die Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. Tim Gramkow trat aus der Mitte des Teilnehmerfeldes an, er war nicht gesetzt. Das hieß, dass er noch mehr Kämpfe bestreiten musste als die vermeintlichen Favoriten. In seinen fünf Kämpfen zeigte Gramkow sowohl taktische als auch technische Überlegenheit.

Nach zwei Taktikschlachten in der Vorrunde, die er durch Strafen für die Gegner gewann, erwischte er den favorisierten Portugiesen Egutidze bereits nach 25 Sekunden kalt und warf Ippon. Nach kurzem Prozess mit seinem Halbfinalgegner musste Gramkow im Finale gegen den Holländer Smink für seinen Punkt ackern, um letztendlich die Goldmedaille entgegennehmen zu dürfen.

Auch Hannah Deliu und Domenik Schoenefeldt kämpften um Medaillen, verloren ihre Kämpfe im kleinen Finale aber denkbar knapp und wurden fünfte. Insgesamt belegten die Athleten des Deutschen Judo-Bundes (DJB) zwei erste, zwei fünfte und einen siebten Platz bei diesem European Cup der Junioren in Polen.

Quelle: DJB
Foto: EJU- Stanislaw Michalowski

18. Juli 2016

Eike Onnen über 2,32 Meter

Das Eberstädter Internationale Hochsprung-Meeting bestätigte einmal mehr seinen Ruf als weltbestes Meeting. Acht von 10 Springern mit einer Bestleistung von 2,30 Meter und höher, neun Olympiateilnehmer in Rio, waren in den Weinbergen dabei. Besonderheit: erstmals in der Geschichte des weltbesten Hochsprungmeetings waren Athleten aus allen fünf Kontinenten am Start.

Nach einem hochklassigen Springen in den Weinbergen von Eberstadt gewann der kanadische Vorjahressieger Derek Drouin mit starken 2,38 Metern. Eike Onnen glänzte mit Saisonbestleistung von 2,32 Meter als Dritter hinter Mutaz Essa Barshim (2,34 m).

1.500 Zuschauer in Sommerlaune unterstützten die Springer  mit Begeisterung. Als es an Höhen jenseits der 2,30 Metern ging, waren noch fünf Springer im Wettbewerb. Eike Onnen (Hannover 96) lieferte einen perfekten Sprung ab und segelte auch über 2,32 Meter: Jubelpose und der Daumen von Trainerin und Mutter Astrid Onnen ging hoch. Der EM-Dritte ließ 2,34 Meter aus und scheiterte nur knapp an einer neuen Bestleitung von 2,36 Metern. „Ich habe mich heute hier wie zuhause gefühlt und nehme viel Selbstbewusstsein mit nach Rio“, sagte der 33-Jährige, der Dritter wurde.

Quelle: leichtathletik.de

15. Juli 2016

Handball und Fußball für Rio benannt

Der DOSB hatte bereits am Dienstag den Pool von 28 Handballspielern nominiert. Der Kader wurde vom DHB auf die zulässige Größe von 14 Spielern und einem so genannten Alternate Athlete, einem Ersatzspieler, der mit nach Rio reist, reduziert. Im Aufgebot stehen auch zehn Spieler aus der Mannschaft, die im Januar Europameister wurde. So auch der für den TSV Hannover-Burgdorf spielende Kai Häfner.

Für die Frauen- und die Männermannschaft Fußball wurden aus den 34 nominierten Spielerinnen und Spieler jetzt die Kader auf die bei Olympia zulässige Größe von 18 Spielerinnen und Spieler plus jeweils 4 Alternate Athletes durch den Deutsche Fußball-Bund (DFB) reduziert. Silvia Neid, Bundestrainerin Fußball-Frauen berief dabei auch die für den VfL Wolfsburg spielenden Lena Goeßling, Isabel Kerschowski, Babett Peter, Alexandra Popp und Almuth Schult.

Quelle: DOSB

12. Juli 2016

451 Athlet/innen unter dem Motto „Wir für Deutschland“

24 Tage vor der Eröffnungsfeier hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Dienstag in Frankfurt/Main weitere 264 (darunter 17 Alternate Athletes) Athletinnen und Athleten aus 19 Sportarten nominiert. Dazu gehören die Sportarten Beachvolleyball, Bogenschießen, Boxen, Fußball, Gewichtheben, Golf, Handball, Hockey, Leichtathletik, Radsport-Straße, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen, Segeln, Tennis, Triathlon, Kunstturnen und Rythmische Sportgymnastik.

Noch nicht namentlich nominiert sind die beiden Fußballteams sowie die Handballmannschaft, bei denen aus größeren Pools die jeweiligen endgültigen Kader noch benannt werden. Auch die maximal 15 Reiterinnen und Reiter, darunter 3 Alternate Athletes, werden namentlich erst nach Abschluss des CHIO in Aachen vorgenommen.

Von den dem OSP zugeordneten Sportlern wurden jetzt Florian Floto (Bogenschießen 70 m / SV Querum), Sven Knipphals (4×100 m / VfL Wolfsburg), Annika Roloff (Stabhochsprung / MTV 49 Holzminden), Anna-Lena Grönefeld (Tennis Doppel, evt. Mixed / DTV Hannover) sowie Andreas Toba (Turn Klubb zu Hannover) nominiert.

Die ersten Athletinnen und Athleten fliegen am 24. Juli nach Rio und beziehen das Olympische Dorf am 25. Juli. Am Abend des 1. August wird die Mannschaft offiziell am Flughafen Frankfurt verabschiedet.

 

Quelle: DOSB

11. Juli 2016

Toba für Olympia nominiert

Ebenso wie bei den deutschen Meisterschaften vor 2 Wochen in Hamburg gewann Andreas Toba vom TK Hannover auch den Mehrkampf  bei der 2. Olympia-Qualifikation am 9. Juli in Frankfurt am Main.

Erneut zeigte der 25-jährigen Hannoveraner einen fehlerfreien Wettkampf und siegte mit 88,075 Punkten klar vor Marcel Nguyen aus Unterhaching (86,75), Andreas Bretschneider aus Chemnitz (86,00) und Lukas Dauser (Unterhaching; 85,90).

„Ich war bei diesem Wettkampf noch um einiges aufgeregter als in Hamburg“. Denn schließlich ging es um sein persönliches Ticket für Rio. „Ich denke, dass es für einen Platz im Team gereicht hat“, so Toba nach dem Wettkampf am Samstagnachmittag.

Offiziell bestätigt wurde Tobas Einschätzung dann bei der Pressekonferenz des DTB am Sonntagmittag als er offiziell nominiert wurde. Ebenso im Turn-Team Deutschland stehen Nguyen, Bretschneider und Dauser sowie Fabian Hambüchen, dem im letzten Moment noch der Sprung ins Nationalteam gelang.

Nachdem Hambüchen nach einer langwierigen Schulterverletzung bei den Deutschen Meisterschaften vor 14 Tagen noch nicht überzeugen konnte, brillierte er in Frankfurt mit einer Weltklasse-Reckübung, mit der er in Rio durchaus die Chance hätte, seine dritte Olympische Medaille am Reck zu erringen. Das sah auch Cheftrainer Andreas Hirsch so und nominierte ihn daher, obwohl  er nur an drei der sechs Geräte antrat. 16,0 Punkte (D-Note 7,3) erhielt der inzwischen 28-jährige und erfüllte sich damit seinen Traum von der vierten Olympiateilnahme.

Als Ersatzmann wird Philipp Herder (SC Berlin) mit nach Brasilien reisen. „Mit diesem Team haben wir bei Olympia sowohl Finalchancen an den einzelnen Geräten als auch im Mehrkampf und mit dem Team. Ich bin davon überzeugt, dass die Jungs einen starken Wettkampf in Rio abliefern werden“ zeigt sich Andreas Hirsch zuversichtlich für die bevorstehenden Olympischen Spiele.

Quelle: NTB
Foto: NTB