Archiv: April 2016

18. April 2016

Turner machen Olympia klar

Mit einem starken Wettkampf beim olympischen Testevent in Rio de Janeiro haben sich die deutschen Turner die Teilnahme an den Olympischen Spielen gesichert. Die Riege von Cheftrainer Andreas Hirsch kam am Samstag (16.04.16) auf tolle 350,609 Punkte und gewann damit sogar den Teamwettbewerb. Auf Platz zwei folgte die Ukraine und auf Platz drei die Niederlanden.

„Die Männermannschaft hat sich nach dem Dämpfer bei der WM in Glasgow wieder auf ihre alten Tugenden besonnen. Mit einer konzentrierten und stabilen Mannschaftsleistung haben sie die Konkurrenz souverän beherrscht und sich die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen mit einer emotionalen Teamstimmung erkämpft. Top Einzelleistungen von Lukas Dauser und Marcel Nguyen am Barren und Andreas Bretschneider am Reck lassen uns positiv im Hinblick auf Finalchancen bei den Olympischen Spielen in die Vorbereitung auf das Großereignis gehen“, erklärte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. 

Das Team mit Andreas Bretschneider, Lukas Dauser, Philipp Herder, Marcel Nguyen, Ivan Rittschik und Andreas Toba hatte einen gelungener Auftakt am Boden: Herder, Rittschik, Toba und Nguyen zeigten gute und sichere Übungen am Startgerät. Sie sorgten für eine Mannschaftsleistung von 57,965 Punkten. Lediglich Andreas Bretschneider hatte etwas Pech und stürzte bei der zweiten Akrobatik-Bahn beim Doppelsalto vorwärts.
 
Dann kann das ominöse Pauschenpferd, das bei der WM in Glasgow noch der Knackpunkt für das DTB-Team im negativen Sinne gewesen war. Diesmal lief es jedoch völlig anders – sprich besser. Einen sehr guten Durchgang lieferten die deutschen Männer an den Pauschen ab. Sie kamen ohne Absteiger durch das Programm und sicherten 57,565 Punkte für das Teamkonto. Bester Deutscher an diesem Gerät war der Chemnitzer Ivan Rittschik, der mit 14.966 Zählern seine Nominierung für das Testevent voll und ganz rechtfertigte.
 
Die Ringe verliefen ebenfalls nach Plan mit summiert 58,266 Punkten. Zwar musste Herder beim Abgang einen großen Schritt machen und Lukas Dauser zeigte „nur“ einen C-Abgang. Aber insgesamt war dennoch eine starke Teamleistung der Deutschen zu beobachten, die zur Halbzeit des Wettkampfes voll im Plan waren. Am Sprung ging wie es bisher weiter, vier gute Sprünge von Bretschneider; Dauser, Toba und Nguyen brachten 59,132 Zähler in die Teamwertung. Mit 15,166 Punkten konnte am Sprungtisch Andreas Toba den deutschen Bestwert setzen.
 
Ganz stark die Deutschen dann am Baren: Über 60,732 Punkte erzielte die DTB-Riege zwischen den Holmen. Drei 15er Wertungen durch Nguyen, Bretschneider und Dauser gelangen, wobei die 15,566 Punkte durch Lukas Dauser den deutschen Bestwert markierten.
 
Am Schlussgerät Reck hielt das Team die Konzentration dann weiter hoch und turnte den Wettkampf dann sicher nach Hause. Lediglich Marcel Nguyen musste einmal absteigen. Ein Patzer, der verschmerzbar war, denn es blieben immer noch vier souveräne Übungen in der Wertung, so dass am Ende starke 350,609 Punkte für die Spiele in Rio zu Buche standen.

Quelle: DTB
Foto:

18. April 2016

Finalentscheidungen der Deutschen Kleinbootmeisterschaft

Insgesamt sieben Meistertitel wurden auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen vergeben.

Im Finale des Männer Zweier ohne Steuermann ging es darum, sich für die begehrten Plätze im Deutschlandachter zu empfehlen. Den Sieg sicherten sich Anton Braun und Felix Drahotta vor Richard Schmidt und Eric Johannesen. Bronze gewannen Maximilian Munski und Hannes Ocik. Maximilian Planer und Felix Wimberger landeten auf Rang vier vor Malte Jakschik und Maximilian Reinelt. Bis zur Streckenhälfte hatten die jungen Wilden Johannes Weißenfeld und Maximilian Korge das Rennen knapp angeführt, kamen schlussendlich aber auf Rang sechs ins Ziel.

Marie-Cathérine Arnold heißt die neue Deutsche Meisterin im Frauen-Einer. 500 Meter vor dem Ziel übernahm sie die Führung von Annekatrin Thiele. Am langsamsten gestartet war Lisa Schmidla, die auch 500 Meter vor dem Ziel noch auf dem vorletzten Rang ruderte. Mit einem starken Schlussabschnitt schob sie sich dann noch auf den Silberrang vor. Bronze gewann Annekatrin Thiele. Auf den Plätzen vier und fünf kamen Julia Lier und Carina Bär ins Ziel. Platz sechs ging an die junge Frieda Hämmerling.

Bei den Leichtgewichten siegte die Altmeisterin Marie-Louise Dräger vor ihrer letztjährigen Doppelzweierpartnerin Ronja Fini Sturm. Bronze gewann Anja Noske. Lena Reuß, Judith Anlauf und Katrin Thoma kamen auf den weiteren Plätzen ins Ziel.

Im Männer-Einer hieß der Überraschungssieger Philipp-André Syring, der sich die Meisterkette vor Stephan Krüger sicherte. Lars Hartig gewann Bronze. Platz vier ging an Philipp Wende vor Maximilian Fränkel. Tim Ole Naske musste wie einige andere Skuller krankheitsbedingt im Finale auf einen Start verzichten.

Einen Doppelsieg gab es für den Mainzer Ruder-Verein im leichten Männer-Einer. Moritz Moss hieß der strahlende Sieger, der sich den Titel vor seinem Vereinskameraden und Doppelzweierpartner Jason Osborne sicherte. Ebenfalls auf das Podium schaffte es Konstantin Steinhübel. Max Röger wurde vierter vor Jonathan Rommelmann und Daniel Lawitzke.

Den Sieg im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau sicherte sich in Abwesenheit des DRV-Frauenachters, der parallel zur Kleinboot Meisterschaft beim Weltcup in Varese ruderte, das Boot der Renngemeinschaft Greifswalder RC Hilda mit dem Mainzer RV. Friederike Reißig und Leah Labudde gewannen mit 1,4 Sekunden Vorsprung vor Laura Prieß und Carolin Dold. Bronze ging an Frauke Lange und Janka Kirstein, die sich auf der zweiten Streckenhälfte entscheidend von der Renngemeinschaft aus Lauingen und Kettwig absetzten konnten.

Auch im leichten Zweier ohne der Männer war die A-Nationalmannschaft auf dem Weltcup in Varese am Start. So siegte Felix Brummel und Alexander Diedrich vor den Zweitplatzierten Jonas Kilthau und Tobias Schad. Auf dem dritten Rang kamen Jascha Ningelgen und Sven-Eric Berger ins Ziel.

DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock war größtenteils zufrieden mit den Leistungen in Köln: „Die Ergebnisse verliefen in fast allen Bereichen erwartungsgemäß. Erfreulicherweise, waren auch die Athleten vorne, die wir über den Winter im Fokus hatten. Im Männer Skull-Bereiche haben wir allerdings noch Probleme, insbesondere auf Grund einiger krankheitsbedingter Ausfälle. Die Mannschaftsbildung gestaltet sich hier schwierig.“

Quelle: DRV
Foto: DRV

11. April 2016

Christiane Reppe und Vico Merklein gewinnen Handbike-Halbmarathon

150 Tage vor den Paralympics ist der erste Start beim für die Handbiker Christiane Reppe und Vico Merklein (beide GC Nendorf) geglückt.

Beide Sportler wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen den Handbike-Halbmarathon powered by BSN, der im Rahmen der größten Sportveranstaltung der niedersächsischen Hauptstadt, dem HAJ Hannover Marathon stattfand.

Bei den Frauen stand dabei das Duell der Weltmeisterinnen im Vordergrund. Reppe, amtierende Weltmeisterin im Straßenrennen, traf auf Svetlana Moshkovich. Die Russin ist Weltmeisterin im Einzelzeitfahren und dürfte eine der ärgsten Konkurrentinnen im Kampf um die Medaillen in Rio sein. Entsprechend eng war es dann auch im Zielsprint. Reppe siegte in 38:49 Minuten vor Moshkovich (38:50 Minuten).

„Heute war ich etwas nervös, weil es mein Saisoneinstand war. Ich genieße den Halbmarathon in Hannover schon seit einigen Jahren sehr, da die kurvenreiche Strecke ein guter Einstieg ist.“, so Reppe nach dem Rennen.

Auch bei den Männern mischten einige Paralympics-Kandidaten mit. Doppel-Vizeweltmeister Merklein traf dabei unter anderem auf Vorjahressieger und Paralympics-Bronzemedaillengewinner Bernd Jeffré (GC Nendorf/Team BEB). Gemeinsam mit Patrick Gabriel bildeten sie eine Führungsgruppe. Nach einer Tempoverschärfung bei Kilometer sieben konnte Jeffré nicht mehr folgen, sodass letztlich Gabriel und Merklein den Sieg unter sich ausmachten. Merklein siegte hier mit einer Sekunde Vorsprung (33:33 Minuten) vor Gabriel.

„Ich bin voll fokussiert auf das große Ziel. Die Paralympics in Rio. Da ist Hannover als Auftakt in die Wettkampfsaison ein guter Gradmesser, wie das Wintertraining gelaufen ist.“ resümierte Merklein.

Insgesamt gingen über 30 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung bei bestem Handbike-Wetter an den Start. Darunter nicht nur Spitzensportler, sondern auch viele Hobbyfahrer. Neben den Liegebikern wurden traditionell auch die Adaptivbiker von Vizepräsident Prof. Dr. Christian Siebert auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus geehrt. In diesem Jahr siegten hier Melanie Maas und Steffen Richter.

Für die potentiellen Paralympics-Teilnehmer um Reppe und Merklein stehen jetzt noch diverse Rennen und Trainingslager auf dem Programm, bevor es dann im September bei den Paralympics in Rio hoffentlich um die Medaillen geht.

Alle Ergebnisse sind unter http://www.marathon-hannover.de

Quelle: BSN
Foto: privat

5. April 2016

Spitzensport in Deutschland erfolgreicher machen

OSP- und IAT-Beitrag zur leistungssportlichen Neuausrichtung

Harry Bähr (Leiter Olympiastützpunkt Berlin), Michael Scharf (Leiter Olympiastützpunkt Rheinland), Ulf Tippelt (Direktor Institut für Angewandte Trainingswissenschaft) und Jürgen Wick (Leiter Fachbereich Ausdauer am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft) haben gemeinsam einen Artikel über eine zukunftsorientierte Neuausrichtung des Leistungssports in Deutschland verfasst.

Für Interessierte steht dieser Artikel zum Download Spitzensport_in_D_erfolgreicher_machen zur Verfügung.

5. April 2016

Deutschlands Wasserballer unter Druck

Deutschlands Wasserballer stehen beim Olympiaqualifikationsturnier im italienischen Triest bereits nach dem zweiten Spieltag massiv unter Druck: Einen Tag nach dem 24:3-Schützenfest gegen Südafrika unterlag die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) im zweiten von fünf Vorrundenauftritten binnen fünf Tagen heute nach langer Führung am Ende noch deutlich mit 5:10 (1:1, 1:0, 2:4, 1:5) gegen den favorisierten EM-Fünften Spanien, der seinerseits tags zuvor noch sensationell mit 5:7 gegen die Niederlande verloren hatte.

Die heute um 17:50 Uhr anstehende dritte Vorrundenpartie gegen den EM-Zwölfte Niederlande, der in Triest überraschend mit zwei Siegen gestartet ist, gilt aus deutscher Sicht bereits als „Endspiel“. Beim Kampf um einen der vier Rio-Startplätze will die Weissinger-Sieben nach der Vorrunde Rang drei belegen, um im nachfolgenden Viertelfinale Rekordolympiasieger Ungarn aus dem Weg zu gehen. Mit dem klaren Sieg des heutigen Tages hat Spanien seinerseits zunächst einmal den befürchteten vierten Platz abgewendet.
Mit dabei im Team der deutschen Nationalmannschaft sind die Waspo98-Spieler Roger Kong und Erik Bukowski.

Quelle: Wasserballecke

4. April 2016

HAJ Hannover Marathon

Am kommenden Wochenende wird die größte Laufveranstaltung Niedersachsens wieder jede Menge Aktive und Zuschauer nach Hannover locken. Die 26. Auflage des Hannover-Marathons wird am 10.04.2016 neben den Läufern auch Handybiker, Inline-Skater und Walker auf den Strecken durch Hannovers Innenstadtbereich führen.

Auch wenn in diesem Jahr keine Strecke über den Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg führt, sollten Nutzer des Sportleistungszentrums doch bei der Anreise den Weg durch die Innenstadt und das Ost-Ufer des Maschsees meiden.

Informationen zum Programm und Streckenverlauf finden sich auf der Seite des Veranstalters www.hannover-marathon.de .