Archiv: Oktober 2015

25. Oktober 2015

Fünfter Patz für Scoccimarro bei Juniorinnen WM

Im ersten Jahr der Altersklasse U21 ist Giovanna Scoccimarro (MTV Vorsfelde) gleich für die Weltmeisterschaften nominiert worden. Neun Kämpferinnen und acht Kämpfer hatte der Deutsche Judo-Bund nach Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) entsandt.

Giovanna Scoccimarro, die Europameisterin der U18 des vergangenen Jahres, hatte ihr Poolfinale gegen die Niederländerin Natascha Ausma nach voller Kampfzeit verloren. Doch in der Trostrunde setzte sich die Sportlerin des MTV Vorsfelde in einem intensiven Schlagabtausch gegen die Italienierin Alessandra Prosdocimo im Golden Score durch. Im kleinen Finale ging es gegen ihre Team-Kollegin Lisa Dollinger vom TV Kaufbeuren um das Edelmetall. In der Begegnung zeigten beide deutschen Kämpferinnen eine hervorragende Leistung. Dollinger und Scoccimarro schenkten sich nichts. Im Laufe des Kampfes erarbeitete sich Dollinger einen Vorteil. Zwei Bestrafungen gegen Scoccimarro brachten die Sportlerin aus Süddeutschland in Front. So versuchte Scoccimarro kurz vor dem Ende des Kampfes noch einmal alles. Dollinger blieb konzentriert und bugsierte ihre Kontrahenten sieben Sekunden vor dem Schlussgong mit Ippon auf die Matte. Für die 18-Jährige Giovanna Scoccimarro blieb in ihrem ersten Jahr der U21 der fünfte Platz.

Quelle: DJB

Foto: IJF – G. Sabau

19. Oktober 2015

Igor Wandtke gewinnt Bronze in Paris

Zwei Bronzemedaillen gab es am ersten Tag des Judo-Grand-Slam in Paris für die Judokas des Deutschen Judo-Bundes (DJB). Igor Wandtke aus Hannover besiegte im „kleinen Finale“ der Klasse bis 73 kg vor mehr als 20.000 Zuschauern in der Paris-Bercy Arena den EM-Dritten Rok Draksic aus Slowenien nach knapp drei Minuten Kampfzeit durch einen Schulterwurf. Martyna Trajdos aus Hamburg bezwang im Kampf um die Bronzemedaille in der Klasse bis 63 kg die Italienerin Edwige Gwend in der Golden-Score-Verlängerung durch Haltegriff.

Igor Wandtke erreichte in der Klasse bis 73 kg mit Siegen gegen     Samuel Ayala aus Mexiko und Odbayar Ganbaatar aus der Mongolei, Dritter der Asienmeisterschaften, das Viertelfinale. Mit zwei Yuko-Wertungen ging diese Begegnung gegen Rustam Orujov aus Aserbaidschan – in diesem Jahr Sieger der IJF-Turniere in Tiflis, Samsun und Baku – durch zwei Yuko-Wertungen verloren. In der Trostrunde setzte sich der 24-jährige Hannoveraner nach einer Shido-Bestrafung gegen Pierre Duprat aus Frankreich durch. Im Kampf um die Bronzemedaille gegen den EM-Dritten Rok Draksic aus Slowenien machte Igor Wandtke einen starken Kampf. Direkt zu Kampfbeginn ging er mit Wazaari-Wertung in Führung und beendete den Kampf nach knapp drei Minuten vorzeitig durch Seoi-nage.

Der zweite Wettkampftag endete mit zwei weiteren DJB-Silbermedaillen. Laura Vargas Koch, die Vize-Weltmeisterin von 2013, lieferte im Finale der Klasse bis 70 kg ein Duell auf Augenhöhe gegen Haruka Tachimoto aus Japan, diesjährige Siegerin der Alljapanischen Meisterschaften. 27 Sekunden vor Kampfende gelang der Japanerin die entscheidende Technik, die für die vorzeitige Entscheidung sorgte. Franziska Konitz musste sich nach knapp zwei Minuten Kampfzeit im Haltegriff gegen Europameisterin Emilie Andeol aus Frankreich geschlagen geben.

8. Oktober 2015

Sitzvolleyball-EM: Deutschland sichert sich Silber und Ticket für Rio

Vom 2. bis 7. Oktober 2015 fand die Europameisterschaft im Sitzvolleyball statt. Austragungsort war die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf (Nordrhein-Westfalen). Zum Team der deutschen Nationalmannschaft gehört seit einigen Jahren der BSN-Kaderathlet Torben Schiewe vom BSV Celle/Team BEB.

Neben dem EM-Titel ging es bei diesem Turnier auch um die Qualifikation für die Paralympischen Spiele 2016. Bosnien hatte diese Hürde als amtierender Weltmeister bereits genommen. Somit gab es zwei Möglichkeiten für das DBS-Team die Tickets für Rio zu lösen. Entweder über den EM-Titel oder über die Finalteilnahme, unter der Voraussetzung, dass es auch Bosnien ins Endspiel schafft.

Die deutschen Herren dominierten die Vorrunde und gewannen gegen Italien, Polen und Kroatien jeweils souverän mit 3:0. Auch Viertelfinalgegner Aserbaidschan hatte keine Chance gegen das deutsche Team (3:0). Im Halbfinale wartete mit Russland das Team, dass Deutschland bei den Paralympics in London im Spiel um die Bronzemedaille bezwang. In einem wahren Krimi, in dem die Mannschaften abwechselnd ihre Sätze gewannen, setzte sich Deutschland, auch dank starker Blockaktionen und gefährlichen Angaben von Torben Schiewe, im Tie-Break mit 3:2 durch. Da auch Bosnien das Finale erreichte, bedeutete der Sieg gegen Russland gleichzeitig die Qualifikation für die Paralympics.

Im Endspiel gegen Topfavorit Bosnien fand das deutsche Team keine Mittel und Wege. Die Bosnier gewannen souverän mit 3:0. Das deutsche Team freut sich über Silber und die gelungene Qualifikation zu den Spielen in Rio de Janeiro.

5. Oktober 2015

Bronze für André Breitbarth in Usbekistan

Am Abschlusstag des Judo-Grand-Prix in Taschkent (Usbekistan) sicherte sich André Breitbarth aus Braunschweig im „kleinen Finale“ der Klasse über 100 kg eine Bronzemedaille. An den Vortagen belegte schon Igor Wandtke einen fünften und Vivian Herrmann einen siebten Platz.

André Breitbarth erreichte nach Siegen gegen Yerzhan Shynkeyev aus Kasachstan und Elyor Masharipov aus Usbekistan das Halbfinale der Klasse über 100 kg. Hier musste sich der Braunschweiger gegen den späteren Sieger Kenta Nishigata aus Japan, Dritter der Asienmeisterschaften, geschlagen geben. Im „kleinen Finale“ sicherte er sich gegen den Zweiten der Asienmeisterschaften Iurii Krakovetskii aus Kirgisistan eine Bronzemedaille. Die entscheidende Wazaari-Wertung erzielte der 25-jährige DJB-Kämpfer erst sechs Sekunden vor Kampfende.

Igor Wandtke gewann in der Vorrunde der Klasse bis 73 kg gegen Martin Thiblin aus Norwegen und gegen Tohar Butbul aus Israel. Im Viertelfinale musste sich der Kämpfer vom Judo Team Hannover gegen den späteren Sieger Mirali Sharipov aus Usbekistan vorzeitig geschlagen geben. Nach einem Trostrundensieg gegen Khadbaatar Narankhuu aus der Mongolei stand der 24-jährige DJB-Kämpfer im „kleinen Finale“ um die Bronzemedaille. Hier kam er mit dem griffstarken Usbeken Giyosjon Boboyev nicht zurecht, erhielt drei Shido-Bestrafungen und unterlag durch eine Wazaari-Wertung für Uchi-mata.

Vivian Herrmann besiegte in der Vorrunde der Klasse bis 63 kg Marian Urdabayeva aus Kasachstan und Junxia Yang aus China. Im Viertelfinale ging es gegen Hilde Drexler aus Österreich, die in diesem Jahr beim Grand-Prix in Samsun Silber gewonnen hatte, in die Golden-Score-Verlängerung. Hier fiel die Entscheidung zugunsten der Österreicherin durch eine Shido-Bestrafung. In der Trostrunde unterlag die Deutsche Meisterin durch Yuko-Wertung gegen Franciska Szabo aus Ungarn und belegte damit Rang sieben.

Quelle: DJB

Foto: IJF Media by G. Sabau